ATP-Masters Shanghai: Zverev siegt im Spektakel-Krimi gegen Bublik
Trotz körperlicher Probleme kämpfte sich der topgesetzte Alexander Zverev im Achtelfinale des ATP-Masters-Turniers in einer allzeit spannenden Partie mit spektakulären Ballwechseln in drei Sätzen zum Sieg gegen den Kasachen Alexander Bublik und steht damit in der Runde der letzten Acht, wo er auf den Australier Alex de Minaur treffen wird.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
13.10.2026, 15:11 Uhr

Hier das gesamte Match zum Nachlesen im Liveticker
Allzu leicht durfte Alexander Zverev das Achtelfinale beim ATP-Masters-Turnier in Shanghai gegen seinen Namenskollegen Alexander Bublik nicht angehen, schließlich konnte der Hamburger gegen den Kasachen im Vorfeld nur eine von vier Begegnungen für sich entscheiden.
Und auch diesmal zeigte der 29-jährige Bublik gleich auf, dass er mit seinem variablen Spiel bei guter Form ein äußerst unangenehm zu bespielender Gegner ist, der seinen Gegner mit zahlreichen Stoppbällen weite Wege gehen lässt. So konnte der gebürtige Russe erst einmal all seine Aufschlagspiele wie der gleichaltrige Zverev halten, wobei er nur beim Stand von 5:5 einen Breakball abzuwehren hatte. Im Folge-Game war er jedoch selbst am Drücker, konnte aber seinen Satzball in einem spektakulären Ballwechsel nicht nutzen, den Zverev mit einem sehenswerten Vorhand-Passierball beendete. Auch im resultierenden Tiebreak konnte er sich drei laufende Satzbälle erarbeiten, musste aber fünf Punkte hintereinander abgeben, als Zverev mit einem Vorhand-Volley die Satzführung eintüten konnte.
Nachdem sich Zverev in der Endphase des ersten Durchgangs schon einmal beim Aufschlag mit schmerzverzerrtem Gesicht zeigte, wirkte der DTB-Spieler auch sonst körperlich nicht ganz rund. Schon in der Partie gegen Halys deuteten sich Probleme im rechten Sprunggelenk an. Dennoch erarbeitete sich der Hamburger insgesamt vier Breakchancen und konnte nach selbst abgegebenem Service noch zwei Satzbälle abwehren, ehe er bei der dritten Chance seines Gegners den Satzausgleich hinnehmen musste.
Auch der dritte Akt sollte sich zu Beginn zu einem Wechselbad der Gefühle entwickeln. Erst musste Zverev gleich sein Service abgeben, konterte aber zu-Null mit dem direkten Re-Break. Im weiteren Verlauf ließen beide Spieler bei eigenem Service nichts mehr anbrennen, wodurch ein weiterer Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Diesen dominierte der deutsche Davis-Cup-Spieler komplett und fixierte mit einem Ass den 7:6 (6), 4:6, 7:6 (1)-Erfolg nach 2:37 Stunden.
Nach der Begegnung kommentierte Zverev im On-Court-Interview: “Ich habe heute meinen Knöchel wieder gespürt. Das ist nicht überraschend, ich habe in diesem Jahr viel Tennis gespielt und spüre meinen Körper immer häufiger. Das wichtigste ist einfach, das ich heute gewonnen habe.”
Im Viertelfinale sieht sich der topgesetzte Zverev dem Australier Alex de Minaur gegenüber, der sich souverän in zwei Sätzen gegen Karen Khachanov behaupten konnte.
Hier das Einzel-Tableau aus Shanghai
