ATP-Masters Toronto: Extra-Schichten für Zverev und Co.
Sowohl Alexander Zverev wie auch die Doppel-Asse Kevin Krawietz und Tim Pütz haben direkt im Anschluss an ihre kurz gehaltenen Achtelfinal-Siegen beim ATP-Masters-1000-Turnier in Toronto noch ein bisschen geübt.
von Von Jens Huiber aus Toronto
zuletzt bearbeitet:
04.08.2025, 04:02 Uhr

Es war auch ein Krampf für Alexander Zverev, dieser Auftritt im Podcast „Nothing Major“ von John Isner, Sam Querrey, Steve Johnson und dem diesmal abwesenden Jack Sack. Und zwar buchstäblich. Zverev musste den Talk unterbrechen, weil ihm ein Krampf eingefahren war, die Bilder dazu sind in den sozialen Netzwerken längst viral gegangen, wie man so sagt. Darauf angesprochen erklärte die deutsche Nummer eins auch nach dem Abbruchsieg gegen Francisco Cerundolo, dass er nach Ankunft in Toronto an jenem Tag einfach zu lange trainiert habe.
Derweil schwänzelte Marcelo Melo, Kumpel und auch präferierter Doppelpartner von Alexander Zverev, in den Katakomben des Sobeys Stadium herum, bereit, jederzeit zum Schläger zu greifen. Denn das hatte ihm Zverev signalisiert: Der Arbeitstag war mit dem 6.4 und 1:0 gegen Cerundolo noch nicht beendet. Da mussten noch ein paar Bälle geschlagen werden.
Fast schon lustig, dass Tim Pütz einige Stunden davor dasselbe Bedürfnis hatte. Pütz stand mit Partner Kevin Krawietz gegen Alex Michelson und Frances Tiafoe ungefähr gleich kurz auf dem Court, das konnte nun wirklich nicht alles gewesen sein. Vor allem am Aufschlag wollte Pütz feilen, da wollte Krawietz nicht zurückstehen, folgte seinem Kompagnon auf den Trainingsplatz.
Zverev in Montreal mit guten Aussichten
Es gab also Extra-Schichten für die drei deutschen Vertreter hier in Toronto, die ja ab und zu auch gemeinsam im Davis Cup als Team auftreten. Oder bei Olympia.„KraPütz“ sind bei Spielen der Nationalauswahl ja immer am Start, so schwierig die Umstände auch sein mögen: Im vergangenen Jahr erreichten die beiden das Endspiel der US Open, flogen dann gleich direkt weiter ins chinesische Zhuhai. In ein paar Wochen steht dasselbe Procedere an, diesmal muss die deutsche Auswahl nach Japan. Von einer Teilnahme von Alexander Zverev ist nicht auszugehen, Kevin Krawietz und Tim Pütz werden dabei sein. Schließlich habe man ja immer noch das Ziel, den Davis Cup irgendwann mal zu gewinnen.
In Toronto stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss bei Alexander Zverev wahrscheinlich ein bisschen besser als für die Paarlauf-Spezialisten. Sowohl gegen Alexei Popyrin als auch dann im Halbfinale gegen entweder Karen Khachanov oder Alex Michelsen wäre die Nummer drei der Welt der Favorit. Krawietz und Pütz müssen sich heute dagegen schon mal an zwei jungen Wilden abarbeiten (oder umgekehrt?): Es geht gegen Arthur Fils und Bern Shelton, im Halbfinale könnten die Wimbledon-Champions Lloyd Glasspool und Julian Cash warten.
Hier das Einzel-Tableau in Toronto
