ATP Peking: Djokovic spielt "für diese Momente" – und bricht Nadal-Rekord
Mit dem Peking-Viertelfinalsieg über Alexander Zverev hat Novak Djokovic ein Statement gesetzt. Und einen weiteren Rekord aufgestellt.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
04.10.2026, 18:30 Uhr

Zweifel sind bei Novak Djokovic mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags. Am Sonntag stellte der Großmeister aus Serbien aber wieder einmal unter Beweis, warum mit ihm trotz seines fortgeschrittenen Alters von 39 Jahren immer noch zu rechnen ist. Dank einer fantastischen Leistung setzte sich Djokovic im Viertelfinale von Peking gegen Alexander Zverev mit 4:6, 6:4 und 6:4 durch.
“Um ehrlich zu sein, sind das genau die Momente, für die ich immer noch spiele und um die ich kämpfe”, sagte Djokovic nach dem Sieg über Zverev, der in dieser Saison sowohl die French Open als auch die US Open gewann. “Er ist derzeit zweifellos der beste Spieler der Welt. Er hat gerade eine großartige Serie hingelegt und steckt voller Selbstvertrauen.” Es sei aktuell "ein Albtraum”, gegen Zverev returnieren zu müssen.
Djokovic baut Siegesserie in Peking aus
Zverev verbuchte gegen Djokovic insgesamt zwar 19 Asse, kassierte aber im zweiten und dritten Satz jeweils das Break zum 4:6. “Ich bin einfach froh, dass ich die Nerven behalten und in wichtigen Momenten gute Schläge gespielt habe”, sagte Djokovic, der seine beeindruckende Bilanz in Peking auf 32 Siege und null Niederlagen ausbaute.
Damit stellte Rekordjäger Djokovic einmal mehr eine neue Bestmarke auf. 32 Erfolge en suite ab dem ersten Match waren auf Herrenseite zuvor bei ein- und demselben Turnier in der Open Era noch niemandem gelungen. Djokovic überflügelte mit dem Erfolg über Zverev seinen ehemaligen Rivalen Rafael Nadal, der von 2005 bis 2009 seine ersten 31 Matches in Roland-Garros gewann.
Nur Seles liegt noch vor Djokovic
Im Halbfinale gegen Daniil Medvedev, der zuletzt beim ATP-250-Turnier in Hangzhou triumphierte, könnte Djokovic dann auch in der geschlechterübergreifenden Wertung die Spitze erklimmen. Auf Frauenseite entschied Monica Seles in den 1990er-Jahren bei den Australian Open ihre ersten 33 Partien für sich.
Daran verschwendete Djokovic am Sonntag wohl noch keinen Gedanken. Vielmehr wollte der 39-Jährige seinen Sieg gegen Zverev als Statement verstanden wissen: “Dieses Jahr war aus verschiedenen Gründen ein harter Kampf. Aber ich bin immer noch da, gebe weiterhin alles und lasse die jungen Spieler weiterhin hart für ihr Geld arbeiten.”
Hier das Einzel-Tableau in Peking
