tennisnet.com Kolumne

Rasenspezialist Nicolas Mahut zum zweiten Mal als Qualifikant zum Titel

Nicolas Mahut feiert in ’s-Hertogenbosch seinen nunmehr dritten ATP-Turniersieg, den dritten auf Rasen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.06.2015, 18:32 Uhr

Dass er es auch auf anderen Belägen kann, hatte er erst auf dem Pariser Sand mit dem Einzug in die dritte Runde der French Open bewiesen. Und dennoch ist in dieser Woche einmal mehr klargeworden, dass Nicolas Mahut ein Rasenspezialist ist und wohl auch bleibt. Denn der 33-Jährige hat sich am Sonntag am Nachmittag bei den Topshelf Open in ’s-Hertogenbosch zum zweiten Mal nach 2013 als Qualifikant den Titel geschnappt. Der Franzose (ATP 97) gewann das Finale des ATP-World-Tour-250-Turniers in den Niederlanden mit 7:6 (1), 6:1 gegen den zweitgesetzten BelgierDavid Goffin(ATP 15). Für ihn ist dies der dritte Pokalgewinn auf der Tour, der dritte auf Rasen – dazwischen lag noch ein Erfolg in Newport 2013.

Mahut und Goffin mit Handicaps

Mahut musste im Turnierverlauf zwei Satzverluste hinnehmen: Im Qualifikationsfinale gegen seinen LandsmannKenny de Schepper(4:6, 6:4, 6:3) und im Halbfinale gegen LokalmatadorRobin Haase(5:7, 6:4, 6:3) – und drehte dabei beide Male einen Satzrückstand. Im Titelmatch gegen Goffin, gegen den er das bis dahin einzige Duell in Winston-Salem im August 2012 mit 6:7 (3), 1:6 verloren hatte, dominierten anfangs die Aufschläger. Bei 4:3 ließ Mahut die ersten zwei Breakbälle aus und musste danach in seinem Servicespiel ein 0:40 drehen, es blieben die einzigen drei Breakchancen gegen ihn. Im Tiebreak holte sich Mahut ab dem 1:1 sechs Punkte in Serie und vergönnte dem 24-Jährigen im zweiten Satz ab dem 0:1 kein Spiel mehr.

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Goffin gestand nach dem Match offen, körperlich nicht bei 100 Prozent gewesen zu sein: „Ich hatte heute Probleme mit meinem Genick, und so war es schwer, zu servieren und returnieren, wenn die Geschwindigkeit hoch war.“ Doch auch Mahut war vor dem Spiel nicht ganz auf der Höhe: „Ich habe mich gestern so richtig schlapp gefühlt, aber mein Physiotherapeut hat ganze Arbeit geleistet, mich für die heutige Partie hinzukriegen.“ Der Routinier empfand den ersten Satz als „sehr eng, doch ab dem 1:1 hat Goffin einige Schläge verschlagen und ich habe mich im zweiten Satz immer selbstsicherer gefühlt. Ich finde, ich habe hier dieses Jahr sogar besser als vor zwei Jahren gespielt. Ich habe den Ball von der ersten Runde an richtig gut getroffen.“

Mahut nur knapp am Double vorbei

Wie sehr sich Mahut vor allem auf dem Rasen wohlfühlt, untermauert der nachfolgende Blick in die Statistik. Während auf dem Grün nunmehr also drei Turniersiege sowie zwei Endspiele (Queen’s und Newport 2007) zu Buche stehen, hat er auf allen anderen Belägen bis dato bloß zwei Halbfinals (Metz 2007 und 2013) erreicht. Am Montag wird er sich in der Weltrangliste auf einem Platz um 60 einfinden, sein Career High von Position 37 vom 5. Mai 2014 rückt im fortgeschrittenen Tennis-Alter wieder näher. Fast hätte es in ’s-Hertogenbosch sogar mit dem Double geklappt: Im Doppelfinale unterlag Mahut mit LandsmannPierre-Hugues HerbertIvo Karlovic(Kroatien) undLukasz Kubot(Polen) trotz zwei Satzbällen mit 2:6, 6:7 (9).(Text: MaWa)

Hier die Ergebnisse aus ’s-Hertogenbosch:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

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Sonntag
14.06.2015, 18:32 Uhr