Ballkind am Auge getroffen: Arthur Fils war zur Stelle!

Als am Donnerstagabend ein Ballkind dem Aufschlag von Taylor Fritz nicht ausweichen konnte, war Arthur Fils schnell zur Stelle. Die Ausbildung der Kinder dient dazu, dass solche Situationen vermieden werden. Doch komplett verhindern lässt sich das nicht.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 06.11.2026, 15:15 Uhr

Arthur Fils sorgte beim Masters in Paris für einen rührenden Moment.
© Getty Images
Arthur Fils sorgte beim Masters in Paris für einen rührenden Moment.

Auch wenn Arthur Fils am Donnerstagabend im Achtelfinale des ATP-1000-Masters in Paris gegen Taylor Fritz eine deutliche Niederlage kassierte, so sorgte der Franzose vor heimischen Publikum für einen besonderen Moment, was die Fans mit Applaus honorierten. Doch was war passiert?

Ein Ballkind hatte das Pech bereits im dritten Spiel des Matches auf sich vereint. Beim Stand von 1:1 und 0:15 servierte Taylor Fritz einen Netzaufschlag. Während der US-Amerikaner sich abwendete, sah Arthur Fils im Augenwinkel, dass das Ballkind hinter ihm den wuchtigen Aufschlag seines Gegners ins Gesicht bekam.

Fils spendet Trost

Die Szene wirkte sehr unglücklich, da das Ballmädchen sich eigentlich vorschriftsgemäß verhalten hat und auf den ankommenden Ball einen halben Schritt zuging, um diesen aufzunehmen. Doch der von Taylor Fritz servierte Ball sprang unglücklich ab und traf das Kind am rechten Auge.

Arthur Fils spendete schnell ein wenig Trost und begleitete das Mädchen unter Applaus der Zuschauer vom Court, das von einer Turnieroffiziellen in die Katakomben der Halle begleitet wurde. Nachdem ein neues Ballkind den Platz eingenommen hatte, konnte das Match fortgesetzt werden. Sportlich sollte dann wenig für Arthur Fils zusammenlaufen.

Ballkinder werden speziell ausgebildet

Dass Ballkinder von den wuchtigen Bällen der Profis getroffen werden, kommt immer wieder mal vor. Um die Gefahr zu mindern, werden die Kinder vor jedem Turnier intensiv geschult und auf diese Gefahren hingewiesen. So wird bei der Ausbildung das Verhalten auf dem Court intensiv geprobt. Dazu gehören der feste und stille Stand während der Ballwechsel oder auch die ständige Beobachtung des Spiels.

Aus diesem Grund setzen viele Turniere die Altersgrenze der Ballkinder höher an, da jüngere Kinder eher selten eine längere Aufmerksamkeitsspanne durchhalten. Zumal die Kinder nach einer beispielsweise 30-minütigen Schicht auf dem Court und anschließender kurzer Pause immer wieder eingesetzt werden. Unfälle lassen sich trotzdem nie ganz verhindern.

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von Daniel Hofmann

Freitag
06.11.2026, 15:20 Uhr
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