tennisnet.com Kolumne

Relegation Rot-Weiß - Tag 3

Kleiner Reisebericht vom Daviscup-Match Deutschland gegen Polen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 18.09.2016, 16:23 Uhr

Jetzt, wo alles gut gegangen ist, darf man noch schnell ein Wort über das Essen verlieren. Wegen dem man ja nicht da ist, needless to say. Aber: Davis-Cup-Tage sind lang, in bestimmten Phasen auch -weilig. Wer sich gerade dann nicht unter Kontrolle hat, greift auch gerne zum Zweit-Croissant, obwohl der Hunger gar nicht so arg drückt. Der schriftstellerisch ebenso wie musisch hoch begabte Kollege der DPA bekommt von den freundlichen Damen, die das Buffet im Pressezentrum betreuen, jedenfalls den Hinweis, dass so ein in Butter geschwenktes Kohlehydrat-Exponat die Kalorienmenge einer ganzen Mittagsmahlzeit zu bieten hat.

Indes - man sollte ohnehin mehr Proteine zu sich nehmen, und auch in dieser Hinsicht hat der LTTC Rot-Weiß alles richtig gemacht, nämlich bei der Auswahl der externen Caterer. Ungeschlagen dabei das Angebot, das im Zelt neben Tommi´s Burger Joint (zu dem gleich mehr) feilgeboten wird: Um nur 10,50 Euro darf der hungernde Kolumnist am Lachs naschen, inklusive auf dem Grill gebräunten Sandwich, das die gesamte Proteinvorgabe sofort wieder ins Nirvana führt. Köstlich aber, keine Frage. Weil auch mit Knoblauch-Öl veredelt.

Die Wurst, das Steak nebenan: als ein einfaches Abendessen - warum nicht? Der Burger Joint aber, er macht über das Wochenende das Rennen. Auch, wenn die Matches schon lange vorbei sind. Freitagabend etwa: Zwangloses Gespräch mit Davis-Cup-Chef Michael Kohlmann, es nähern sich zwei Fachkräfte, bepackt mit frittierten Kartoffeln und fein verpackten Burgern. Auf der Suche nach Herrn… (Name dem Kolumnisten bekannt), der aus dem VIP-Bereich heraus ein Dutzend gebratener Fleischlaberl zwischen zwei Weißbrothälften bestellt hat.

Der DPA-Kollege aber, übrigens ein Mann von Marathon-Statur (womöglich, weil er deren schon mehrere bis über die Ziellinie absolviert hat), er bescheidet sich mit dem Angebot im Pressezentrum, immerhin gilt es ja auch den endgültigen Abschied von Florian Mayer aus der Davis-Cup-Equipe zu verdauen. Mit der Gewissheit, auch im kommenden Jahr die Weltgruppe betreuen zu dürfen, fällt das leichter. Und mit den Vitaminen aus dem Obstkorb.

von tennisnet.com

Sonntag
18.09.2016, 16:23 Uhr