French Open: Zu hohe mentale Belastung - Naomi Osaka lässt Pressetermine aus

Naomi Osaka wird bei den French Open 2021 nicht an den obligatorischen Pressekonferenzen teilnehmen. Das gab die Japanerin via Instagram bekannt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.09.2022, 13:02 Uhr

So wird man Naomi Osaka bei den French Open 2021 nicht sehen
© Getty Images
So wird man Naomi Osaka bei den French Open 2021 nicht sehen

Der Ablauf für die Top-SpielerInnen bei großen Turnieren ist in der Regel so: Kurz vor Beginn der Hauptfeld-Matches stellen sie sich beim „Media Day“ den Fragen der Print- und TV-Journalisten, dazu kommt nach jeder Partie eine Pressekonferenz. Letztere ist für die großen Stars der Szene bei Sieg oder Niederlage vorgeschrieben (weil das Interesse der Reporter dementsprechend groß ist), für Profis, die jenseits der Top 30 klassiert sind, ergibt sich die Verpflichtung nur, wenn diese explizit angefragt wurden. Was bei den Majors aber zumeist der Fall ist, schließlich wollen die lokalen Märkte bedient werden.

Naomi Osaka ist ihrem lokalen Markt längst entwachsen, die Siegerin der letzten beiden Grand-Slam-Turniere hat 2020 von allen Sportlerinnen der Welt am meisten Geld verdient, ist in den USA ebenso bekannt wie in ihrem Geburtsland Japan oder in Europa. Osaka genießt also große Aufmerksamkeit durch die Medien-Vertreter. Im Gegensatz zu anderen Spielerinnen - aus deutschsprachiger Sicht sei hier einfach einmal Andrea Petkovic erwähnt - gehen der Weltranglisten-Zweite ihre Pressekonferenzen aber nicht besonders leicht von der Hand. Im Gegenteil, Osaka verbindet mit den obligatorischen Auftritten auf dem Podium zusätzlichen Druck. Dem sie sich bei den am Sonntag beginnenden French Open 2021 nicht aussetzen wird.

Osaka ist bereit, Strafen zu zahlen

Sie werde sich den immer gleichen Fragen der Journalisten nicht aussetzen, schrieb Osaka auf Instagram. Aus ihrer Sicht brächten diese die Spielerinnen zum Zweifeln, gerade nach Niederlagen hätte sie den Eindruck, dass hier eine Person auch noch getreten würde, wenn sie schon am Boden läge. Das würde der mentalen Gesundheit nicht zuträglich sein. Ihre Entscheidung sei nichts Persönliches gegen das Turnier oder bestimmte Journalisten, so Osaka weiter.

Der Folgen ist sich Naomi Osaka durchaus bewusst: Sie wird wohl mit finanziellen Strafen belegt werden. Was für sie aber keine Rolle spielt. Sie hoffe, dass der beträchtliche Strafbetrag an eine Organisation gespendet würde, die sich um die mentale Gesundheit bemüht.

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