Nach Aus in Peking: Alexander Zverev kann erst in Wien die Nummer eins werden

Alexander Zverev kann nach dem Turnier in Shanghai noch nicht die Nummer eins der Welt werden. Bei den Erste Bank Open in Wien bahnt sich demnach ein Showdown mit Jannik Sinner an.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 04.10.2026, 17:48 Uhr

Alexander Zverev hatte gegen Novak Djokovic zu hadern
© Getty Images
Alexander Zverev hatte gegen Novak Djokovic zu hadern

Der 4. Oktober 2026 wird Alexander Zverev definitiv nicht in guter Erinnerung bleiben. Wenige Stunden nach seiner Viertelfinalniederlage gegen Novak Djokovic schied der Deutsche beim ATP-500-Turnier in Peking an der Seite seines Kumpels Marcelo Melo auch noch im Doppel aus. Doch am meisten wird den zweifachen Grand-Slam-Champion wohl die (vorerst) vergebene Chance auf den Sprung an die Weltranglistenspitze wurmen.

Mit Turniersiegen in Peking und Shanghai (7. bis 18. Oktober) hätte sich Zverev erstmals in seiner Karriere zur Nummer eins der Welt gekürt. Nach der Dreisatzniederlage gegen Djokovic muss sich der 29-Jährige nun in Geduld üben. Frühestens kann Zverev nach den Erste Bank Open in Wien (26. Oktober bis 1. November) am aktuellen Leader Jannik Sinner vorbeiziehen.

Sinner und Zverev verloren 2025 in Shanghai früh

Nach dem Turnier in Peking wird Zverevs Rückstand auf Sinner 1280 Zähler betragen. In Shanghai scheiterten 2025 sowohl der Deutsche als auch der Italiener schon in Runde drei, weshalb sie dort nur je 50 Punkte sammelten. Sinner kann diese nach seiner verletzungsbedingten Absage bekanntermaßen nicht verteidigen.

Mit einem Triumph in Shanghai könnte Zverev demnach 1000 Punkte auf Sinner gutmachen und den Rückstand auf 280 Zähler verringen. In diesem Fall hätte der Deutsche sein Schicksal in Wien in der eigenen Hand. Mit einem Turniersieg bei den Erste Bank Open wäre Zverev, der in Österreichs Bundeshauptstadt im Vorjahr im Finale knapp gegen Sinner verlor, dann fix Weltranglistenerster.

Sinner hat allerhand zu verteidigen

Ohnedies sind Zverevs Aussichten für den Saison-Endspurt trotz der Niederlage in Shanghai weiterhin prächtig. Da Sinner in der Vorsaison nach Wien auch noch in Paris und bei den ATP Finals reüssierte, hat er bei diesen drei Events 3000 Punkte zu verteidigen. Bei Zverev sind es lediglich 930.

Wie gut Zverevs Chancen auf die Nummer eins tatsächlich sind, zeigt auch ein Blick auf das Race. Dort hat der 29-Jährige 800 Punkte Vorsprung auf Sinner, dessen Rückkehr auf die Tour obendrein weiterhin in den Sternen steht. Zuletzt kursierten Meldungen, dass der Südtiroler aufgrund seiner anhaltenden Knieprobleme wohl nicht am Showturnier Six Kings Slam (21. bis 24. Oktober) teilnehmen wird.

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Sonntag
04.10.2026, 18:48 Uhr
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