Padel-Weltrangliste: Es wird exklusiv Spanisch gesprochen

Padel ist eine noch junge Sportart. Und mit Blick auf die weltweiten Rankings bei Männern und Frauen lässt sich sagen: Länder wie Spanien und Argentinien haben die Nase im Moment weit vorne.

von Robin Huiber
zuletzt bearbeitet: 10.03.2022, 09:18 Uhr

Action ist beim Padel garantiert
© World Padel Tour
Action ist beim Padel garantiert

Zwei Dinge fallen beim ersten Hinsehen auf die von der World Padel Tour veröffentlichten Weltranglisten bei Frauen und Männern auf: Die Top-Plätze werden hier wie dort von eingespielten Pärchen besetzt, weshalb es jeweils zwei Führende (und auch Dritte) in den nach Geschlechtern getrennten Charts gibt. Viel bemerkenswerter jedoch: In der Weltspitze wird ausschließlich Spanisch gesprochen.

Bei den Männern führen mit Alejandro Galán Romo und Juan LeBron Chincoa zwei Spanier die Rangliste an, auf Seiten der Frauen sind es mit Alejandra Salazar Bengoechea und Gemma Triay Pons ebenfalls zwei Ibererinnen. Die Top Ten werden danach auch noch von ArgentinierInnen gestellt, der erste „Ausreißer“ ist bei den Männern der Brasilianer Pablo Lima als Nummer zwölf, bei den Frauen gar erst die Nummer 20: Alix Collombon aus Frankreich. Auch Italien, ein Land in dem neben dem „regulären“ Tennis auch Padel boomt, muss sich mit Carolina Orsi Gallorini auf Weltranglisten-Platz 56 als bester Vertreterin bescheiden. Schweden kann immerhin von sich behaupten, dass es in den Top 100 der ATP-Weltrangliste ebenso viele Spieler hat wie bei den Padel-Cracks: hier Mikael Ymer als Nummer 83, dort Daniel Windahl als Nummer 98.

Die Tour macht auch in Österreich halt

Nach deutschsprachigen Vertretern sucht man allerdings vergeblich. Das mag auch mit dem Turnierkalender zusammenhängen, der die ersten beiden Stationen Anfang Februar in Acapulco und Miami vorsieht. Vom 06. bis zum 10. Juni macht die World Padel Tour dann aber auch in Österreich Station. Und zwar als kombiniertes Event von Männern und Frauen. Darüber hinaus macht die Tour auch in den Niederlanden, Belgien, Schweden, Dänemark oder Italien halt. Man will den noch jungen Sport schließlich gebührend vermarkten.

Als bester deutscher Spieler wird im Moment vom Deutschen Padel Verband übrigens Mael Saugy vom TC Grötzingen geführt, gefolgt von Lars Bosselmann (TC 71 Weyhe) und Timo Dietz, der ebenfalls für Grötzingen spielt. Wer Interesse hat: In Deutschland gibt es eine Padel Bundesliga und eine Padel Amateurliga.

Österreichs Nummer eins, Christoph Krenn, ist optimistisch

Auch in Österreich wird Padel immer populärer: trotz der Einschränkungen durch das Corona-Virus konnten 2021 nach Angaben der Austrian Padel Union 140 Turniere durchgeführt werden, davon 20 auf dem höchsten Level, dem Expert-Niveau. Die Rangliste der Männer wird in Österreich von David Alten vor Christoph Krenn und Michael Brus angeführt. Dabei treten Alten und Krenn bevorzugt zusammen an. In der Weltrangliste steht Christoph Krenn, ehemals sogar Weltmeister im Rackleton, im Moment allerdings nur auf Platz 786. An Selbstvertrauen mangelt es Krenn aber nicht, wie er im Herbst 2021 der Kronen Zeitung verriet: „Spanien, Portugal, Schweden, Frankreich und Italien - das sind die Top-5. Danach kommen sicher schon wir!“

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zuletzt bearbeitet: 10.03.2022, 09:18 Uhr