Preisgeld-Streit: "Hoffentlich müssen wir das nie wieder tun"
Das große Thema am Samstag war in Wimbledon 2026 mal wieder die Diskussion über das Preisgeld.
von SID
zuletzt bearbeitet:
27.06.2026, 17:28 Uhr

Aryna Sabalenka entschuldigte sich immer wieder. "Ich möchte, dass ihr alle versteht, dass ich euch respektiere und eure Zeit wirklich zu schätzen weiß", sagte die Weltranglistenerste in Richtung der Journalisten in Wimbledon: "Wir versuchen einfach, für etwas Größeres zu kämpfen, für andere Spieler. Wir versuchen im Grunde genommen nur, den Spielern zu helfen, in dieser Welt zu bestehen."
Vor dem Beginn des Rasenklassikers in England geht der Streit um das Preisgeld weiter, auch wenn die Veranstalter für dieses Jahr einen signifikanten Anstieg der Prämien angekündigt haben. Einige Tennisprofis - darunter Sabalenka und auch der Italiener Jannik Sinner - beschränken in der ersten Woche an der Church Road ihre Medienverpflichtungen auf 15 Minuten. Schließlich entspricht die Erhöhung noch immer nicht den 16 Prozent der Turniereinnahmen, die sie in diesem Jahr von allen Grand Slams fordern.
Es sei ein "großartiger Anfang", sagte Sabalenka während ihrer Pressekonferenz, die nur rund acht Minuten dauerte. Aber: "Wenn man sich die Preisgelder der letzten zehn Jahre ansieht", erklärte die Belarussin, "sind sie im Grunde gleich geblieben."
Sinner möchte über Tennis sprechen
Sabalenka, die ihren ersten Titel in Wimbledon gewinnen will, "hoffe wirklich, dass wir uns endlich an einen Tisch setzen und die Sache unter Dach und Fach bringen können, um zu einer Einigung zu kommen, mit der alle zufrieden sind. Hoffentlich müssen wir das nie wieder tun."
Es werde "besser", sagte Sinner in seiner Medienrunde, "auch wenn wir noch nicht an dem Punkt sind, an dem wir zu 100 Prozent zufrieden sind". Es gehe "nicht nur um das Geld", versicherte der Titelverteidiger: "Wir betrachten das Gesamtbild, einschließlich der Sozialleistungen und allem anderen. Mal sehen. Aber ja, das liegt in der Zukunft."
Nun sei er aber "hier, um über Tennis zu sprechen", sagte Sinner, der am Montag den Centre Court gegen den Serben Miomir Kecmanovic eröffnet: "Die Grand-Slam-Veranstalter wissen, was wir fordern. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht."
