Sollten beim United Cup mehr ATP-Punkte vergeben werden?

Hubert Hurkacz wird den United Cup mit den meisten ATP-Punkten verlassen. Es werden aber überschaubar viele sein.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.01.2026, 21:38 Uhr

Hubert Hurkacz wird den United Cup mit den meisten ATP-Punkten verlassen
© Getty Images
Hubert Hurkacz wird den United Cup mit den meisten ATP-Punkten verlassen

Polen kann morgen das schaffen, was der Mannschaft um Hubert Hurkacz und Iga Swiatek in den letzten beiden Jahren verwehrt geblieben ist: Nämlich der Sieg beim United Cup. 2024 war die deutsche Mannschaft stärker, 2025 jene USA, die die Polen am heutigen Samstag in Sydney nach einem sehr unterhaltsamen sportlichen Vergleich mit 2:1 geschlagen haben. 

Aber man spielt ja nicht nur um die Ehre und um ein ordentliches Preisgeld, sondern auch um Punkte für die ATP-Weltrangliste. Und je nach Turnier-Phase und Gegner wird dann eben zusammengerechnet. 

Fest steht schon jetzt: Hubert Hurkacz, der im Verlauf der Veranstaltung Alexander Zverev und Taylor Fritz geschlagen hat, wird den United Cup nach seinem heutigen Einzel-Erfolg im Finale gegen Stan Wawrinka mit mindestens 265 Punkten verlassen. Das ist also knapp über der Belohnung für ein Championat bei einem ATP-Tour-250-Event. Zizou Bergs, der herrliche Belgier, kommt auf 155 Punkte, Stefanos Tsitsipas auf 125, Sebastian Baez auf 115. Bergs hat vier Partien gewonnen, Tsitsipas und Baez drei. Letztere übrigens jeweils die ihre gegen Taylor Fritz, der mit nur 35 Zählern nicht viel in das Race to Turin 2026 einbringt. 

Zweite Chancen beim United Cup 

Ist nun die generelle Ausbeute bei diesem Event fair? Oder sollten die Leistungen beim United Cup höher honoriert werden? Beim inoffiziellen Vorgänger, dem Hopman Cup, wurden ja überhaupt keine Punkte für die Weltranglisten vergeben. Angesichts der Prominenz, die beim United Cup vertreten war (so auch Alex de Minaur, Félix Auger-Aliassime oder Casper Ruud) könnte man vielleicht argumentieren, dass eine höhere Bonifikation für die Charts gerechtfertigt wäre.  

Das große Aber: Jede Spielerin jede Spielerin hat ja mindestens zwei Matches garantiert, egal, ob er oder sie das erste verliert. Beispiel de Minaur: Der hätte in einem regulären Turnier nach der Niederlage gegen Casper Ruud ja gar keine Chance mehr auf eine zweite Partie bekommen. So aber nimmt der Australier vom United Cup immerhin 80 Punkte mit. Und das erscheint dann auch wieder in Ordnung zu sein.

Bei den Frauen hat indes Belinda Bencic gezeigt, was möglich ist: Die Schweizerin hat all ihre Matches gewonnen. Und ist mit 500 WTA-Punkten abgereist. 

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von Jens Huiber

Sonntag
11.01.2026, 20:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.01.2026, 21:38 Uhr

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