Taylor Fritz und Jack Draper - die großen Sorgenfälle auf der Männertour

Mit Taylor Fritz und Jack Draper fehlen in Madrid zwei Männer, die ihr große Potenzial aufgrund von Verletzungen zuletzt nicht ausspielen konnten.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 13:41 Uhr

Taylor Fritz werden wir 2026 wohl nicht auf Sand sehen
© Getty Images
Taylor Fritz werden wir 2026 wohl nicht auf Sand sehen

Ja, auch Novak Djokovic hat herzlich wenig Tennis gespielt in der Saison 2026. Beim serbischen Großmeister darf man aber davon ausgehen, dass dies genau so geplant ist. Denn zum einen sagt Djokovic seine Teilnahme beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid zwar ab, andererseits sieht man aber Trainingsbilder, die nahelegen, dass der 23-malige Grand-Slam-Champion sehr fit ist. Und einfach mit der bestmöglichen Vorbereitung in die French Open gehen möchte. 

Bei Taylor Fritz und Jack Draper sind die Fälle anders gelagert. Fritz quält ja schon länger sein Knie, bereits Ende der vergangenen Saison hatte der US-Amerikaner geraunt, dass eigentlich nur eine längere Pause helfen könnte. Eben die nimmt sich Fritz gerade. Nachdem er seine Starts in Monte-Carlo, München und Madrid abgesagt hat, deutet wenig darauf hin, dass Fritz in Rom und danach in Roland-Garros 2026 doch noch auf Sand spielen wird.  

icht, dass er das nicht gut könnte. Aber der Rasen, der danach ausgerollt wird, liegt ihm wohl deutlich besser. Da wird Taylor Fritz übrigens auch zweimal in Deutschland zu sehen sein: zunächst in Stuttgart, danach in HalleWestfalen. 

Draper schlägt Djokovic in Indian Wells 

Bei Jack Draper hingegen müssen die Sorgenfalten immer tiefer werden. Wie gut der Brite Tennis spielen kann, wenn er einigermaßen fit ist, hat Draper in Indian Wells gezeigt, wo er Novak Djokovic bezwingen konnte. Aber „einigermaßen fit“ ist Draper eher selten. Im vergangenen Jahr durfte er das von sich behaupten, da gewann der Linkshänder im Tennis Paradise seinen ersten 1000er-Titel, stand danach in Madrid im Endspiel, das er gegen Casper Ruud verlor. 

Aus einem Da Capo in der Caja Magica wird 2026 derweil nichts: Draper zog kurz vor der Auslosung zurück, wird damit aus den Top 40 der ATP-Charts fallen. Was nicht nur für ihn ärgerlich ist: Denn das bedeutet ja, dass Jack Draper bei den French Open - so er diese denn spielen können - nicht gesetzt sein wird. Und dass er also schon in Runde eins auf einen der Mitfavoriten treffen könnte. Was für keine der beiden Seiten erfreulich wäre. 

Andererseits: Vielleicht sind das genau jene Sorgen, die der verletzungsgeplagte Draper jetzt gerne hätte. Denn „einigermaßen fit“ reicht bei den Voraussetzungen des Briten wohl schon, um mit Ausnahme ganz weniger Spitzenkräfte alle Gegner ins Schwitzen zu bringen. 

Hier das Einzel-Tableau in Madrid 


 

von Jens Huiber

Mittwoch
22.04.2026, 17:08 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.04.2026, 13:41 Uhr