US Open 2024: Naomi Osaka lässt das Schleifchen dran
Naomi Osaka hat bei ihrem gestrigen ersten Auftritt bei den US Open nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen gesetzt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
28.08.2024, 01:48 Uhr

Und dann muss es halt wieder Naomi Osaka richten! Ausgerechnet die Japanerin, die ihrem Wesen nach eher introvertiert ist und nur ihren Schläger sprechen lässt. Nicht so bei den US Open 2024: Denn der Auftritt von Osaka geriet grandios. Zunächst einmal modisch: der Einmarsch erfolgte noch mit einem Ensemble, dessen herausragender Gimmick eine riesige Schleife auf dem Rücken war.
Zur sportlichen Auseinandersetzung mit Jelena Ostapenko, die Osaka mit 6:3 und 6:2 gewann, ließ Naomi dann noch eine kleine Schleife dran. Und trat damit erfolgreich in die Fußstapfen von Serena Williams und Maria Sharapova. Beides Ikonen des Tennissports, die sich gerade bei den US Open immer wieder was einfallen ließen (bei Serena wollen wir indes den Catsuit, den sie dereinst in Roland-Garros ausführte, nicht vergessen).
Osaka nun gegen Muchova
Jetzt wären die Männer natürlich gefordert. Aber dort ist der Mut zur Extravaganz ja so gut wie gar nicht ausgeprägt. Man könnte Roger Federer ins Rennen schicken, der dereinst in Wimbledon mit einem Accessoire den Center Court betreten hat, das im Animationsfilm „Madagascar 2“ als „Man Mag“ durchgegangen wäre.
Und nein: Damit wird keineswegs eine Respektlosigkeit wie von Nick Kyrgios 2022 in Wimbledon gefordert. Der Australier musste damals ja ganz dringend sein Rebellentum, unter Beweis stellen, indem er bei er Siegerehrung ein rotes Käppi trug.
Nein: Naomi Osaka hat stilsicher alles richtig gemacht. Auf dass die beiden Schleifen - groß und klein - bis tief ein das Turnier zu sehen sein werden. Auch wenn schon in der zweiten Runde mit Karolina Muchova eine Spielerin wartet, die im vergangenen Jahr hier im Halbfinale gestanden hat.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen