Verrückte Tage für Gero Kretschmer
Bittere Niederlage, größter Erfolg und eine abenteuerliche Reise von Spanien nach Kolumbien...
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
12.07.2010, 13:08 Uhr

Noch am Donnerstag hatte Gero Kretschmer in Pozoblanco beruflich zu tun: Der Kölner spielte in Südspanien sein erstes Karriere-Viertelfinale eines mit 85.000 Euro dotierten Challengers. Und unterlag in einer verrückten Partie der neuseeländischen Nummer eins Daniel King-Turner mit 6:3, 6:7, 6:7, beide Tiebreaks 7:9. „Es war ein sehr gutes Match, er hat sich mit seinem Weltklasse-Aufschlag über Wasser gehalten … 78 Prozent erste Aufschläge, und das auf diesem schnellen Hartplatz!“ Kretschmer machte 109 Punkte, sein Bezwinger ganze neun weniger … ja, Tennis kann ungerecht sein.
Drei Matchbälle – einmal war die Chance da
Die Leistung war top – das tröstet ein wenig. Dennoch trauert Kretschmer seinem ersten Semifinale bei einem Turnier dieser Kategorie nach: „Ich hatte im zweiten Tiebreak jeweils bei 6:5 und bei 7:6 einen Matchball, dann nochmal bei 7:6 im letzten Breaker einen. Er hat die Punkte gut gespielt, ich kann mir nichts vorwerfen, er hat die Matchbälle abgewehrt, nicht ich sie vergeben … bis auf einen, da war die Chance da.“
Zwei Tage durchgereist
„Es war trotz der ganz bitteren Niederlage ein super Turnier für mich“, sagte der 25-Jährige, der sich durch die spanischen Punkte um 33 Ränge auf 345 verbesserte; sein Career High von 316 ist in Griffweite. Unmittelbar nach dem Aus ging's los zum Flughafen: über Frankfurt und Houston nach Bogota, „ich bin mehr oder weniger zwei Tage durchgereist“, zum 125.000 Dollar+H-Challenger – nach Hartplatz nun Sand, sieben Stunden Zeitverschiebung. Ankunft Bogota Sonntag, erstes Spiel am Dienstag: Es wartet Sebastian Decoud aus Argentinien, Linkshänder, ATP 270.(Foto: J. Hasenkopf)
