Wimbledon 2026: Vorjahres-Finalistin Anisimova ringt Landsfrau Kenin nieder
Im Zweitrunden-Duell gegen ihre US-amerikanische Landsfrau Sofia Kenin stand Vorjahres-Finalistin Amanda Anisomova in Wimbledon zu Beginn des dritten Durchgangs bereits mit dem Rücken zur Wand, konnte sich aber dennoch in drei Sätzen behaupten. Ebenfalls Comeback-Siege feierten die Ukrainerin Marta Kostyuk und die Filipina Alexandra Eala.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
02.07.2026, 18:45 Uhr

Während US-Amerikanerin Amanda Anisimova im vergangenen Jahr die beiden Grand-Slam-Endspiele in Wimbledon und bei den US Open erreichen konnte, waren bei ihrer Landfrau Sofia Kenin die herausragenden Auftritte auf der ganz großen Bühne nach ihrem Erfolgsjahr 2020, als sie bei den Australian Open triumphieren und in Roland Garros das Finale erreichen konnte, eher rar gesät.
Und im ersten Durchgang schien die an Nr. 6 gesetzte Anisimova ihrer Favoritinnenrolle gerecht zu werden. Nach einem frühen Break ließ sie sich auch vom direkten Re-Break nicht verunsichern und sorgte mit drei gewonnenen Spielen in Folge für die Satzführung.
Im weiteren Verlauf verlor die 24-jährige Anisimova aber immer mehr den Faden und agierte mit einer beinahe horrend hohen Fehlerqoute auf der Vorhandseite. Und so konnte Kenin nicht nur den Satzgleichstand herstellen, sondern erspielte sich auch eine schnelle 3:1-Führung im dritten Durchgang.
Anschießend kämpfte sich aber die Favoritin vor allem mit starken Aufschlägen nochmal zurück und war im entscheidenden Match-Tiebreak auf den Punkt zur Stelle. Mit einem Service-Winner besiegelte die vierfache WTA-Trägerin den finalen 6:2, 4:6, 7:6 (3)-Erfolg nach exakt zwei Stunden.
In der dritten Runde wartet auf die Weltranglisten-6. das nächste US-Duell gegen Madison Keys, die bereits zwei Major-Titel in ihrer Karriere einfahren konnte. Die an Nr. 26 gesetzte Keys setzte sich glatt mit 6:1, 6:4 gegen die britische Wildcard-Spielerin Katie Swan durch.
Kostyuk feiert Comeback-Sieg
Etwas Anlauf-Zeit benötigte die Ukrainerin Marta Kostyuk, um sich endgültig ihrer Zweitrunden-Aufgabe Anna Blinkova zu entledigen. Trotz Blitzstart mit dem frühen Break zur 2:0-Führung ließ die Nr. 12 des Turniers ihre Gegnerin postwendend zurückkehren und musste den ersten Durchgang bei mehrfach wechselndem Momentum im Satz im Tiebreak abgeben.
Im weiteren Verlauf übernahm die French-Open-Finalistin aber immer mehr das Zepter und spielte sich immer mehr frei. Diesmal ließ sich die 24-jährige Kostyuk das frühe Break nicht mehr streitig machen, obwohl sie insgesamt sechs Break-Chancen ihrer 27-jährigen Gegnerin abwehren musste, und konnte mit ihrem vierten Satzball den Gleichstand herstellen.
Im dritten Durchgang legte die aktuelle Nr. 13 der Welt mit ihrem variablen Spiel durch vier in Folge gewonnener Spiele einen beeindruckenden Zwischenspurt hin. Zwar musste Kostyuk noch einmal zwei Spiele hintereinander abgeben und ließ dabei bei Aufschlag ihrer Gegnerin insgesamt fünf Matchbälle ungenutzt, behielt aber anschließend bei eigenem Service die Nerven und besiegelte mit einem Ass den finalen 6:7 (5), 6:3, 6:3-Erfolg nach 2:33 Stunden. In Runde drei wartet die an Position 23 geführte US-Amerikanerin Emma Navarro, die gegen die Kraus-Bezwingerin Oksana Selekhmeteva ebenfalls einen Comeback-Erfolg in drei Sätzen feierte.
Eala dreht Match gegen Williams-Bezwingerin Joint
Gewarnt durfte die Filipina Alexandra Eala vor ihrer Partie gegen Maja Joint gewesen sein, schließlich stoppte die Australierin zum Auftakt das Comeback der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams.
Und zum Start knüpfte die 20-jährige an die furiose Leistung aus ihrer Auftakt-Runde an und spielte den ersten Durchgang nach einem frühen Break im ersten Spiel sicher nach Hause. Im weiteren Verlauf demonstrierte aber die 21-jährige Eala ihre Kampfstärke und ihre Qualitäten auf dem grünen Geläuf und drehte die Partie zum finalen 3:6, 6:2, 6:0-Erfolg nach knapp zwei Stunden.
In der nächsten Runde wartet auf Eala die Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen, die gegen die ehemalige Weltranglistenerste Karolina Pliskova glatt in zwei Sätzen mit 6:1, 6:3 triumphieren konnte.
Hier das Einzel-Tableau der Damen aus Wimbledon
