WTA: Maria Sakkari - "Habe keinen Spaß daran, eine der besten Spielerinnen der Welt zu sein"

Maria Sakkari reflektierte mit ihrem Trainer Tom Hill über ihre schwachen Leistungen der letzten Monate und kam dabei auf eine überraschende Erkenntnis.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 10.08.2022, 18:41 Uhr

© Getty Images
Maria Sakkari nach schwachen Leistungen in den letzten Monaten wieder in die Spur zurückfinden

Auch wenn Maria Sakkari ihre Erstrunden-Aufgabe beim WTA-Tour-1000-Event in Toronto in Person von Sloane Stephens in drei Sätzen lösen konnte, waren die letzten Monate für die aktuell Weltranglisten-Vierte kein Zuckerschlecken. Besonders die schwachen Leistungen bei den letzten beiden Major-Veranstaltungen in London (Drittrunden-Aus gegen Tatjana Maria) und Paris (Zweitrunden-Niederlage gegen Karolina Muchova) waren für die Griechin schwer zu verdauen. Vorige Woche in San Jose (Kalifornien) kam das klare 1:6,-3:6-Aus sogar schon zum Auftakt gegen Shelby Rogers.

"Ich habe mich mit Tom [Hill] (Trainer, Anm.) für einige Stunden hingesetzt und habe realisiert, dass ich keinen Spaß daran habe, eine der besten Spielerinnen der Welt zu sein. Das war sehr hart für mich zuzugeben, ich tue mir schwer, damit umzugehen. Aber es ist die Wahrheit, es ist die Realität", erzählte die Südeuropäerin bei einer Pressekonfernz in Kanada. Sie denke, dass der Druck und andere Unannehmlichkeiten etwas seien, mit denen sie jetzt umzugehen lernen müsse.

"Bald eine andere Maria als die letzten Monate"

Auch der Aufstieg auf Position drei der Damen-Weltrangliste sei keine einfache Sache für sie gewesen: "Nach der Partie gegen Paula [Badosa im Indian Wells Semifinale] war es sehr emotional, weil ich wusste, dass ich eine Top-3-Spielerin werden würde. Weil meine Mutter zu Hause in Griechenland sehr berühmt war, war ich immer die Person, 'die es sowieso nie schaffen würde, auch wenn sie alles anders machen würde'. Und dann plötzlich war ich eine der besten Spielerinnen der Welt."

Das alles sei sehr hart für sie gewesen: "Ich bin gestrauchelt. Manchmal, wenn du auf der Tour bist und jede Woche spielst, reflektierst du nicht, was Du wirklich erreicht hast. Manche Leute brauchen Zeit dafür, und ich glaube, dass ich Zeit dafür brauche." Sie denke allerdings, dass sie wieder auf die richtige Spur gefunden habe. "Ich glaube, ihr werdet bald eine andere Maria sehen als in den letzten drei Monaten."

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von Stefan Bergmann

Mittwoch
10.08.2022, 18:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.08.2022, 18:41 Uhr

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