Agnieszka Radwanska muss ihren Stil ändern
Tomasz Wiktorowski, Coach von Agnieszka Radwanska, spricht über die neuen Herausforderungen für seinen Schützling.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
19.04.2015, 09:00 Uhr

Eine Halbfinal-Niederlage gegen die junge ItalienerinCamila Giorgibeim WTA-International-Event in Kattowitz als bestes Resultat 2015 – für Agnieszka Radwanska läuft das Tennisjahr nicht den Erwartungen entsprechend. Die Verpflichtung vonMartina Navratilovaals Teilzeit-Coach hat möglicherweise viele neue Impulse gebracht, nicht jedoch zählbare Erfolge. Dass das Spiel der aktuellen Nummer neun modernsten Ansprüchen nicht mehr ganz genügt, weiß auch Cheftrainer Tomasz Wiktorowski. „Wenn Agnieszka ihr Spiel nicht ein wenig ändert, wird es für sie härter und härter, weil sie in den Matches physisch um 30 bis 40 Prozent mehr arbeitet als ihre Gegnerinnen.“
Dass an der Spitze des Welttennis eine Wachablöse bevorsteht, davon geht Wiktorowski aus. „Heutzutage gibt es mehrere Spieler, die wieSerena WilliamsoderMaria Sharapovaspielen, und Dutzende, die nur wenig schwächer sind“, erklärte der Coach dem polnischen Portal „www.sport.pl“. „Das Niveau ist höher als früher, wir haben junge Spielerinnen wieGarbine Muguruza,Madison Keys,Karolina PliskovaoderElina Svitolina, und dazu Spieler wieSimona HalepoderEkatarina Makarova, die sich einfach verbessert haben.“
Bis Wimbledon mit Navratilova
Offensiveres Tennis ist gefragt – für Radwanska keine einfache Sache, wie ihr Übungsleiter freimütig zugibt. „Sie kann mit ihren Schlägen nicht viel Druck erzeugen. Sie nutzt die Schulterdrehung nicht gut genug. Sie hat Tennisspielen auf extrem schnellen Courts gelernt, wo es gereicht hat, einfach den Schläger gegen die Bälle zu halten. Diese Abfolge von Bewegungen hat sich bei ihr eingeprägt – und es ist nicht einfach, das zu ändern.“ Martina Navratilova könnte und will helfen. Zumindest bis Wimbledon. Dann will man im Team Radwanska über die Zukunft entscheiden. (Text: jehu)
