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Zehn Jahre nach dem Titelgewinn: Angie Kerber kehrt zurück nach New York

Im Jahr 2016 gewann Angelique Kerber die US Open und eroberte damit als erste Deutsche nach Steffi Graf die Weltranglistenspitze. Aktuell befindet sie sich in New York und spricht offen über ihre Sehnsucht nach dem Wettkampf.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 03.09.2026, 09:50 Uhr

Angelique Kerber in Aktion
© Getty Images
Angelique Kerber in Aktion

2016 war das Jahr von Angelique Kerber. Nach ihrem Australian-Open-Titel holte die Deutsche in New York ihren zweiten Grand-Slam-Titel und wurde am 12. September als erste Deutsche seit Steffi Graf zur Nummer eins der Welt. Zehn Jahre später ist sie als Moderatorin und für diverse Sponsoren bei den US Open unterwegs. Die Leidenschaft für den Tennissport ist aber alles andere als verpufft.

Kerber versteht plötzlich Serena Williams

Zweimal pro Woche steht Kerber nach wie vor selbst auf dem Platz. Ansonsten verfolgt sie am TV-Gerät regelmäßig die Tour (selbst ihre Kinder schauen die Matches gerne). Was sie dabei besonders vermisst, ist das Gefühl des Wettkampfs, wenn es auf dem Platz um etwas geht. Genau deshalb kann Kerber inzwischen auch besser nachvollziehen, warum Serena Williams nach ihrem vermeintlichen Karriereende noch einmal zurückkehrte. „Jetzt verstehe ich, was Serena immer meinte“, fasst sie ihre eigene Gefühlslage zusammen. 

Kerber vor Rückkehr auf die Tennis-Bühne

Ganz vom Wettkampf verabschieden wird sich Kerber ohnehin nicht. Für das kommende Jahr plant sie einen Auftritt auf der Legends-Tour. Welche Turniere sie konkret spielen wird, hat sie noch nicht verraten, Melbourne, Paris und Wimbledon stehen allerdings bereits im Raum.

Die Zukunft von Tennis-Deutschland

Auch den deutschen Tennisspielerinnen schaut Kerber weiterhin genau auf die Finger. Aktuell stehen lediglich drei Deutsche in den Top 100. Für ein Tennisland wie Deutschland sei das natürlich zu wenig, meint die ehemalige Nummer eins. Gleichzeitig gebe es viele junge Talente, denen man Zeit geben müsse. Entscheidend seien für den Weg nach oben Mentalität und Einstellung: Wer an die Spitze wolle, müsse bereit sein, dafür alles zu geben und auch Opfer zu bringen. „Geschenkt bekommt man nichts“, resümiert Kerber.

Kerber und Becker 2.0?

Gemeinsam mit Boris Becker lieferte Kerber indes die Vorlage für ein potenzielles Mixed Doppel der nächsten Generation: „Dann machen wir Kerber/Becker, deine Kleine kann ja auch spielen“, sagte sie lachend im Zuge eines gemeinsamen TV-Auftritts. Becker jedenfalls war sofort dabei. Einen Punkt würde er allerdings schon jetzt regeln wollen: Seine Tochter werde Linkshänderin.

Kerber musste lachen, denn bei ihren eigenen Kindern sei der Zug schon abgefahren. Obwohl sie selbst als Rechtshänderin mit links spielte, greifen ihre beiden Kinder zum Schläger bislang ausschließlich mit der rechten Hand. „Die werden beide leider Rechtshänder, ich konnte nichts machen“, scherzte sie.

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Kerber Angelique

von Isabella Walser-Bürgler

Donnerstag
03.09.2026, 16:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.09.2026, 09:50 Uhr

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