Dritter Titel in 5 Wochen – Philipp Oswald räumt im Doppel weiter ab

Der Feldkircher feiert diesmal im Veneto den nächsten Coup mit seinem Stammpartner James Cerretani.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.08.2016, 13:24 Uhr

Philipp Oswald / James Cerretani

Titel-Doppelpack bei den ATP-Challengern in Marburg und Braunschweig , danach ein höchst erfolgreicher Auftritt beim Davis-Cup-Doppel , Halbfinals bei den Generali Open in Kitzbühel und beim Biella-Challenger - und das bis auf den Länderkampf in der Ukraine stets mit James Cerretani. Die neue Partnerschaft des Philipp Oswald mit diesem trägt erfreuliche Früchte und hat an diesem Wochenende jetzt die nächsten mit sich gebracht. Der Vorarlberger hat mit dem US-Amerikaner am Sonntag den 27. Challenger-Doppelpokal in seiner Karriere verbucht. Das zweitgesetzte Team setzte sich im Endspiel des 42.500-Euro-Sandplatzturniers in Cortina, vor der malerischen Kulisse der Dolomiten-Berggipfel, gegen Roberto Carballes-Baena (Spanien) und Christian Garin (Chile) nach bloß 56 Minuten Spielzeit mit 6:3, 6:2 durch. Der 30-Jährige und der 34-Jährige schnappten sich hiermit den Siegerscheck über pro Kopf 1325 Euro und je 80 ATP-Zähler, verbesserten ihre jüngste gemeinsame Erfolgsbilanz auf schon 16:2 in Siegen und haben seit Ende Juni, Anfang Juli immerhin 425 ATP-Punkte erspielt. Beide machen also im Doppelranking neuerlich ein paar Positionen gut.

Oswalds Erfolgspartnerschaft: "Echt viel dafür gemacht"

"Die Bilanz ist natürlich erfreulich. Aber wir haben auch echt viel dafür gemacht", so Oswald gegenüber tennisnet.com. "unser Doppelspiel ist ziemlich gut abgestimmt, und ich glaube, das ist auch der Schlüssel zum Erfolg, dass wir jeden Tag hart dran arbeiten, dass wir ein besseres Team werden. Wir haben jetzt auch konstante Leistungen gebracht, wir schlagen eigentlich so ziemlich alle - es muss halt wirklich schon jemand wie Leander Paes (beim verlorenen Biella-Halbfinale; Anmerkung) ums Eck kommen, dass es schwer wird. Oder die zwei Niederländer, die das Turnier in Kitzbühel dann gewonnen haben ( Wesley Koolhof und Matwe Middelkoop ; Anmerkung) . Ansonsten sind wir sehr solide und es macht so auch Spaß" - dieser war freilich auch im Finale ob des so erhofften Verlaufs reichlich vorhanden. Nachdem Cerretani/Oswald gleich im allerersten Game die einzigen drei Breakbälle im ersten Satz gegen sich abwehrten, nahmen sie ihren Gegnern, nach deren 40:30-Führung, zum 3:1 den Aufschlag ab, dank eines spektakulären Oswald-Passierballs. Davor (bei 1:0) und danach (Satzball bei 5:2) hatten sie je eine weitere Chance, bei eigenem Service aber nichts mehr anbrennen lassen.

US-Open-Start voraussichtlich ohne Cerretani

Im zweiten Satz agierten Cerretani/Oswald gar noch souveräner, die beiden brausten zu einem 2:0 und 0:40 als Rückschläger und verwerteten die vierte Gelegenheit per Entscheidungspunkt zum Doppelbreak und stellten schließlich sogar auf 4:0, nach Abwehr des einzigen Breakballs servierten sie zum Sieg aus. Speziell Cerretanis Jubel fiel recht groß aus, Oswalds womöglich auch ob der Erschöpfung ein bisschen gedämpfter. "Ich spiele viele Wochen am Stück, das ist natürlich anstrengend. Ich freue mich nachher schon auf ein, zwei Wochen daheim bei meiner Frau", gab Oswald zu Protokoll. Für ihn und Cerretani geht es nun zu einem weiteren 42.500-Challenger in Portoroz (Slowenien), einen Belagwechsel auf Hartplatz inklusive. "Das ist ums Eck von Cortina. Danach wären eigentlich noch zwei Wochen Pause geplant und dann die US Open." Und für diese dürfte Oswald, der aus New York aus 2015 ein Achtelfinale verteidigen muss, womöglich seine Erfolgspartnerschaft vorübergehend unterbrechen. "Da muss ich noch schauen. Mit Cerretani wird es sich wahrscheinlich nicht ausgehen", mit einem Platz im 64er-Doppelfeld.

Hier die Ergebnisse aus Cortina: Einzel , Doppel , Einzel-Qualifikation .

Hier der Spielplan.

von tennisnet.com

Sonntag
07.08.2016, 13:24 Uhr