ATP-Challenger Tulln: Kopp und Sorger scheitern in Runde eins

Der Hauptbewerb der NÖ Open powered by EVN (6. bis 13. September 2026) ist am Montag mit den ersten fünf Partien gestartet. Mit Sandro Kopp und Wildcard-Starter Sebastian Sorger waren dabei auch zwei Österreicher auf dem Center Court im Einsatz, beide mussten sich jedoch nach intensiven Matches geschlagen geben. Während Kopp dem Chilenen Matias Soto in zwei Sätzen unterlag, lieferte Sorger dem Tschechen Martin Krumich einen intensiven Drei-Satz-Kampf.

von PM
zuletzt bearbeitet: 07.09.2026, 20:05 Uhr

Sandro Kopp ist in Tulln ausgeschieden
© Manfred Binder
Sandro Kopp ist in Tulln ausgeschieden

Vor allem Sebastian Sorger erwischte einen starken Start. Der 20-Jährige agierte gegen den Tschechen Martin Krumich zunächst konzentriert und entschied den ersten Satz souverän mit 6:3 für sich. Auch im zweiten Durchgang blieb Sorger lange am Drücker und erspielte sich mehrfach Möglichkeiten zum Break. Bis zum Stand von 4:5 und 30:30 war die Partie völlig offen, ehe zwei leichte Fehler mit der Vorhand Krumich den Satzausgleich ermöglichten.

„Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich wirklich wenig falsch gemacht. Ich habe nicht überragend gespielt, aber ich war solide und habe versucht, mit dem zurechtzukommen, was ich an diesem Tag hatte. Das ist mir lange sehr gut gelungen, vor allem der Aufschlag hat mir viele freie Punkte gebracht“, bilanzierte Sorger. Besonders die vergebenen Möglichkeiten ärgerten den Österreicher: „Wenn du auf diesem Niveau deine Breakchancen nicht nutzt, wird es schwierig. Ich hatte mehrmals die Möglichkeit, das Match in meine Richtung zu bringen, habe es aber nicht geschafft.“

Der verlorene zweite Satz hinterließ zu Beginn des entscheidenden Durchgangs Spuren. Sorger verlor kurzzeitig seinen Rhythmus und geriet mit einem Break in Rückstand. Beim Stand von 2:4 bot sich ihm noch einmal die Chance auf das Rebreak, doch erneut konnte er seine Möglichkeit nicht verwerten. Krumich behielt die Nerven und setzte sich am Ende mit 3:6, 6:4, 6:3 durch. „Es war bitter, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mehrmals ganz knapp vor dem Break war. Im dritten Satz habe ich mich davon etwas ablenken lassen und den Start verpasst. Am Ende habe ich meine Chancen einfach nicht genutzt“, so Sorger.

Auch für Sandro Kopp endete der Auftakt mit einer Niederlage. Der Tiroler, der in den vergangenen Tagen mit leichten Rückenproblemen zu kämpfen hatte, fand gegen Matias Soto (CHI) nach einem frühen Break-Rückstand immer besser in die Partie. Kopp schaffte das Rebreak und hatte im Tiebreak bei 5:4 sogar zwei eigene Aufschläge vor sich. Soto gelangen in der entscheidenden Phase jedoch starke Returns und sicherte sich den ersten Durchgang mit 7:6.

„Ich habe immer besser ins Match gefunden und nach dem Rebreak war ich aus meiner Sicht sogar der bessere Spieler. Auch im Tiebreak hat vieles gepasst“, sagte Kopp. „Bei 5:4 habe ich zwei Aufschläge, aber er spielt in dieser Phase wirklich außergewöhnliche Returns. Das waren Punkte, bei denen ich nicht viel machen konnte.“

Im zweiten Satz machten sich Kopps Rückenprobleme wieder stärker bemerkbar. „Bis zu einem gewissen Zeitpunkt im zweiten Satz war es wirklich gut. So gut habe ich mich die ganze Woche noch nicht gefühlt. Dann hat es wieder gezwickt und es wurde auch im Kopf schwierig, dabei zu bleiben. Vor allem beim Aufschlag hat mir danach etwas gefehlt“, erklärte der Tiroler nach der 6:7, 2:6-Niederlage. Eine längere Pause erwartet Kopp dennoch nicht: „Es ist keine Verletzung, sondern muskulär etwas, das zwickt und unangenehm ist. Ich habe in zwei Wochen wieder ein Turnier geplant und glaube, dass sich das bis dahin beruhigt.“

Neben Soto und Krumich lösten auch der Argentinier Alex Barrena und die beiden Deutschen Marvin Möller sowie Marko Topo  mit ihren Auftaktsiegen das Ticket für die zweite Runde.

Sechs Qualifikanten komplettieren das Hauptfeld

Bereits zuvor waren am Montag in der zweiten Qualifikationsrunde die letzten sechs Plätze für den Hauptbewerb vergeben worden. Dabei bekamen die Zuschauenden in Tulln mehrere umkämpfte Partien zu sehen. Besonders eng verliefen die Duelle von Diego Dedura und Lukas Pokorny, die jeweils über drei Sätze gehen mussten.

Der Deutsche Dedura drehte seine Partie gegen den Schweizer Henry Bernet nach verlorenem ersten Satz und setzte sich mit 4:6, 6:3, 6:4 durch. Einen ähnlichen Verlauf nahm das Match zwischen Lukas Pokorny und Andrew Paulson: Der Slowake verlor den ersten Durchgang mit 3:6, kämpfte sich anschließend aber zurück und löste mit 6:4 und 6:3 das Ticket für den Hauptbewerb.

Ebenfalls erfolgreich waren Olle Wallin aus Schweden, der Schweizer Mika Brunold, der Tscheche Daniel Siniakov sowie Svyatoslav Gulin (AIN). Damit stehen die sechs letzten Teilnehmer des Hauptfeldes fest.

Am Dienstag geht der Hauptbewerb mit drei weiteren Österreichern weiter. Der Tulln-Finalist von 2024, Lukas Neumayer, trifft auf Qualifikant Svyatoslav Gulin. Filip Misolic bekommt es bei seinem ersten Turnierauftritt in Österreich nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause mit dem als Nummer sieben gesetzten Deutschen Henri Squire zu tun. Wildcard-Starter Nico Hipfl fordert den Tschechen Hynek Barton.

von PM

Montag
07.09.2026, 20:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.09.2026, 20:05 Uhr