ATP Cup 2021 - Was wir gelernt haben

Der ATP Cup 2021 ist Geschichte: Kleiner als noch im Jahr zuvor. Und dennoch auch bei der zweiten Ausgabe ein Erfolg. Den Umständen entsprechend. Den Titel holte sich Russland mit einem 2:0-Erfolg gegen Italien.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.02.2021, 09:11 Uhr

Nicolas Mahut hat auch einen Einzel-Punkt geholt
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Nicolas Mahut hat auch einen Einzel-Punkt geholt

Ja, der australische Sommer ist auch nicht mehr das, was er im vorigen Jahr noch war. Gut, der ATP Cup musste wie alles andere ein paar Wochen nach hinten rücken, vielleicht kündigt sich in Melbourne schon der Herbst an. Zumal Insider ja berichten, dass es in dieser Stadt an ausgewählten Tagen alle vier Jahreszeiten zu bestaunen gäbe. Ganz so schlimm war es in den vergangenen Tagen nicht. Dennoch haben sich auffallend viele Beteiligte in der Trainerbox nur in den langen Kluft gezeigt. Was aber noch gefehlt hat: Fäustlinge der Marke Bernie Sanders.

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Apropos. Ein sehr schöner Nebeneffekt der vergleichsweise kühlen Temperaturen: Die Unsitte des "Toweling" scheint für den Moment aus der Mode gekommen zu sein, kaum ein Spieler hat öfter als tatsächlich notwendig zum Handtuch gegriffen. Wenn, dann haben einige greifen und reichen lassen: Wie etwa Nicolas Mahut, dem wir das Handtuch-Service durch Kapitän Richard Ruckelshausen herzlich gönnen. Schließlich zählt Mahut schon 39 Lenze.

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Novak Djokovic ist beim ATP Cup weiterhin nicht zu schlagen. Im Einzel. Da steht die Siegesserie bei mittlerweile acht Matches, zu den sechs vom vergangenen Jahr sind noch jene gegen Denis Shapovalov und Alexander Zverev dazu gekommen. Aber: Eben jener Zverev war es, der gemeinsam mit Jan-Lennard Struff für die erste Pleite der Nummer eins der Welt sorgte. Und für das Ausscheiden der Serben in der Gruppenphase. Struff/Zverev schlugen Djokovic und Nikola Cacic im Match-Tiebreak. Gönnten Djokovic aber immerhin ein freies Wochenende.

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Die Riege der prominenten Cheerleader ist im Laufe der Woche immer größer geworden: Rafael Nadal machte am Dienstag den Auftakt, trat gegen Australien nicht an, wollte aber im zweiten Gruppenmatch gegen Griechenland zurück kommen. Er kam nicht. Genauso wenig wie Andreas Mies, der Pechvogel im deutschen Team, der aufgrund einer Knieverletzung den kompletten Trip nach Australien als hauptsächlich anstrengend verbuchen wird. Und nach nur einem Einsatz hat sich auch Gael Monfils in die Rolle als Anfeuerer zurückgezogen.

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Am Ende hilft es am meisten, wenn man zwei absolute Topspieler im Einzel in seinen Reihen hat. Das wäre bei den Spaniern mit Nadal und Roberto Bautista Agut so gewesen, das hat die Russen am Ende zum Titel getragen. Dass Daniil Medvedev allerdings so glatt gegen Matteo Berrettini gewinnen würde, kam dann doch überraschend.

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Sonntag
07.02.2021, 11:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.02.2021, 09:11 Uhr