ATP-Masters Cincinnati: Fritz, Tiafoe und Nakashima untermauern US-Show
Beim ATP-Masters-Turnier in Cincinnati hielten auch Taylor Fritz, Frances Tiafoe und Brandon Nakashima die US-Fahne hoch und schafften nach ihrem Landsmann Tommy Paul, der den Topfavoriten Aleander Zverev besiegen konnte, den Einzug ins Viertelfinale. Ebenfalls in der Runde der letzten Acht steht der Italiener Lorenzo Musetti, der den portugiesischen Run in Ohio endgültig beendete.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
20.08.2026, 06:44 Uhr

Ein Super-Wednesday war trotz erneuter Regenunterbrechungen für die einheimischen Zuschauer beim ATP-Masters-Turnier in Cincinnati geboten, schließlich hatten drei US-Amerikaner in der Night-Session noch die Möglichkeit, den Überraschungs-Erfolg von Tommy Paul gegen den topgesetzten Alexander Zverev zu veredeln.
Fritz gegen O’Connell konsequent
Im großen Stadium-Court war dabei Taylor Fritz zugange, der Turniersieg „dahoam“ bestens kann und nicht nur fünf seiner insgesamt elf Titel auf US-amerikanischem Boden erringen konnte, sondern in seiner Heimat Kalifornien sogar den Masters-Titel von Indian Wells einstreichen konnte. Dabei zeigte sich die Nr. 6 des Turniers gegen den australischen Qualifikanten Christopher O’Connell von seiner konsequenten Seite.
Nach ausgeglichenem Verlauf packte der 28-Jährige im letzten Spiel des ersten Durchgangs beherzt zu und besiegelte bei seinem ersten Satzball das bisher einzige Break der Partie. Auch im zweiten Akt agierte sein 32-jähriger Gegner lange auf Augenhöhe, ehe sich der US-amerikanische Davis-Cup-Spieler beim Stand von 4:3 drei laufende Möglichkeiten erarbeiten und die dritte Chance zum vorentscheidenden Break nutzen konnte. Im Anschluss daran gab sich der Weltranglisten-9. bei eigenem Service weiterhin keine Blöße und besiegelte mit einem Aufschlag-Winner den sicheren 6:4, 6:3-Erfolg nach 77 Minuten.
Nakashima mit Extrarunde gegen Borges
Im Viertelfinale sieht sich Fritz seinem Landsmann Brandon Nakashima gegenüber. Gegen den Portugiesen Nuno Borges dominierte der US-Amerikaner mit seinen früh genommenen Bällen vom Start weg, was sich in einer schnellen 3:0-Führung widerspiegelte. Zwar verpasste der 25-Jährige drei Möglichkeiten zur Doppel-Break-Führung, konnte den ersten Durchgang aber sicher nach Hause spielen. Auch im zweiten Akt war es die Nr. 27 des Turniers, die sich die drei einzigen Breakchancen erarbeiten konnte, diese aber beim Stand von 5:5 nicht verwerten konnte und anschließend im Tiebreak sogar den Satzausgleich hinnehmen musste. Im dritten Durchgang brachte sich Nakashima aber mit einem frühen Break wieder zurück auf die Siegesstraße und fixierte bei seinem dritten Matchball mit einem spektakulären Rückhand-Passierschlag den 6:3, 6:7 (6), 6:3-Triumph nach 2:21 Stunden.
Tiafoe überrascht gegen Auger-Aliassime
Trotz Heimvorteil ging Frances Tiafoe als Außenseiter in das Aufeinandertreffen mit dem an Nr. 2 gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime. Doch der an Position 17 geführte US-Amerikaner zeigte sich von Beginn an mehr als konkurrenzfähig, packte im vierten Spiel bei der einzigen Break-Möglichkeit im gesamten Durchgang konsequent zu und machte auch gleich bei seinem ersten Satzball den Deckel drauf. Auch im zweiten Akt war Tiafoe gleich wieder am Drücker und konnte sich eine frühe Doppel-Break-Führung erspielen. Zwar musste der 28-Jährige gegen seinen zwei Jahre jüngeren Gegner ebenfalls sein Service einmal abgeben, übernahm dann aber wieder mit seiner druckvollen Vorhand das Zepter und finalisierte bei seinem sechsten Matchball mit einem Service-Winner den 6:3, 6:4-Erfolg nach 1:41 Stunden.
Musetti stoppt Faria
Nach dem Ausscheiden seines Landsmanns Nuno Borges peilte Jaime Faria gegen Lorenzo Musetti als zweiter portugiesischer Spieler den Einzug ins Viertelfinale an. Nach dem Fehlstart in Form eines abgegebenen Aufschlagspiels im ersten Game kämpfte sich der Qualifikant wieder zurück, musste aber sein Service im elften Spiel vorentscheidend abgeben, was der 24-jährige Musetti mit einem zu-Null-Game zum Abschluss des ersten Durchgangs eindrucksvoll bestätigte. Im zweiten Satz übernahm der Italiener mit seinem variablen Spiel immer mehr die Kontrolle, konnte seinem 23-jährigen Gegenüber zweimal das Service abnehmen und vollendete mit seinem zweiten Matchball den 7:5, 6:2-Erfolg nach 76 Minuten. In der Runde der letzten Acht sieht sich der an Nr. 10 gesetzte Musetti dem Lokalmatadoren Tiafoe gegenüber.
Hier das Einzel-Tableau aus Cincinnati
