ATP-Masters Montreal: Fonseca nimmt Ruud raus, Tien dominiert US-Duell gegen Paul

Nach einem kleinen Fehlstart kam der brasilianische Teenager Joao Fonseca im Sechzehntelfinale des ATP-Masters-Turniers in Montreal immer besser in Tritt und triumphierte noch in zwei Sätzen gegen den Norweger Casper Ruud. Einen souveränen Erfolg vom Start weg feierte dagegen Learner  Tien im US-Duell gegen Tommy Paul. Weitere Siege gab es für Jakub Mensik und Botic van de Zandschulp.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 08.08.2026, 08:05 Uhr

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Nach einem kleinen Fehlstart kam Joao Fonseca in Montreal gegen Casper Ruud immer besser ins Rollen.

Gespannt waren die Zuschauer beim Masters-Turnier in Montreal, ob Joao Fonseca in der Runde der letzten 32 seine makellose Bilanz gegen Casper Ruud würde fortsetzen können, schließlich konnte die brasilianische Teenager-Sensation das davor einzige Aufeinandertreffen mit dem Norweger vor wenigen Monaten im Achtelfinale von Roland Garros für sich entscheiden.

Doch der 19-jährige Fonseca hatte zu Beginn der Partie arge Probleme bei eigenem Service, hatte erst sechs Breakbälle abzuwehren, ehe er bei der siebten Möglichkeit seines 27-jährigen Gegners den Aufschlag zum 2:4 abgeben musste. Das zugelassene Break verstand die Nr. 22 des Turniers jedoch als Weckruf, schaffte das sofortige Re-Break und startete mit seinem gefährlichen Grundlinienspiel. Auch im Tiebreak sah sich Fonseca einem 3:5-Rückstand gegenüber, leitete aber mit einem spektakulären Vorhand-Inside-Out-Winner sein erneutes Comeback ein und machte mit seinem zweiten Satzball den Sack zu.

Im zweiten Satz hatte Fonseca endgültig zu seinem dominanten Spiel gefunden und schaffte auf spektakuläre Weise, unter anderem mit einem Rückhand-Smash und zwei Rückhand-Winnern das Break zur 2:0-Führung. Nachdem der zweifache ATP-Titelträger im gesamten Durchgang keine einzige Breakchance zuließ, jedoch eine Möglichkeit zur Doppelführung verstreichen lassen musste, besiegelte er gegen die Nr. 9 des Turniers mit seinem zweiten Matchball den 7:6 (6), 6:3-Erfolg nach knapp zwei Stunden.

Im On-Court-Interview kommentierte der zufriedene Sieger: „Das sind die Matches, auf die man am meisten stolz ist, weil man einen Weg findet, das Problem zu lösen. Heute habe ich es gegen einen starken Gegner geschafft.“

Im Achtelfinale bekommt es der Spieler aus Rio de Janeiro mit dem US-Amerikaner Ben Shelton zu tun, dem er im bislang einzigen Duell im Viertelfinale des ATP-Turniers in München in drei Sätzen unterlegen war.

Dominanter Tien rettet sich gegen Paul ins Ziel

Eine starke Vorstellung vom Start weg lieferte der 20-jährige Learner Tien im US-Duell gegen den 29-jährigen Tommy Paul ab, dem er im Frühjahr beim davor einzigen Aufeinandertreffen in Delray Beach noch in drei Sätzen unterlegen war. Im Gegensatz zu seinem hartumkämpften Dreisatz-Erfolg gegen Gael Monfils zeigte sich der an Position 12 geführte Tien auf der Vorhandseite stark verbessert. Nach einem frühen Break musste er nur in einem Aufschlagspiel etwas zittern und drei Breakbälle abwehren, brachte ansonsten aber den ersten Durchgang sicher nach Hause. 

Im zweiten Durchgang dominierte der zweifache ATP-Titelträger die Anfangsphase komplett und konnte sich eine schnelle 4:0-Führung erspielen. Gegen Ende hatte der Linkshänder aus Kalifornien noch etwas mit Krämpfen zu kämpfen, wodurch die Partie einen etwas kuriosen Verlauf mit insgesamt fünf Breaks in Folge zum Abschluss nahm. Nachdem er beim Stand von 5:1 bei eigenem Service noch drei laufende Matchbälle verstreichen lassen musste, packte er ein Spiel später bei seiner vierten Möglichkeit zum finalen 6:3, 6:2 nach 79 Minuten endgültig zu.

Im Achtelfinale sieht sich der Weltranglisten-19. dem ungesetzten Argentinier Thiago Agustin Tirante gegenüber, der sich gegen den australischen Qualifikanten Alexei Popyrin in zwei Sätzen behaupten konnte, der 2024 in Montreal überraschend triumphieren konnte.

Mensik konsequent, van de Zanschulp mit Comeback-Erfolg gegen Hurkacz

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der Tscheche Jakub Mensik gegen Terence Atmane. Bei jeweils ausgeglichenem Verlauf sicherte sich die Nr. 13 Turniers in beiden Durchgängen jeweils in der Schlussphase das vorentscheidende Break und bestätigte diese anschließend bei eigenem Service zum finalen 7:5, 6:4-Erfolg nach 1:41 Stunden. 

Ein beinahe schon verlorenes Match konnte Botic van de Zanschulp gegen den Polen Hubert Hurkacz noch für sich entscheiden. Nach verlorenem ersten Durchgang lag der Niederländer im zweiten Satz bereits mit 3:5 im Hintertreffen, konnte aber zwei laufende Matchbälle abwehren und die Partie noch mit 3:6, 7:6 (4), 7:5 für sich entscheiden. Im Achtelfinale bekommt es van de Zandschulp mit Mensik zu tun.

Hier das Einzel-Tableau der Herren aus Montreal

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Samstag
08.08.2026, 07:57 Uhr
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