ATP Queen´s Club: Ryan Peniston auf den Spuren von Tim van Rijthoven?

Ryan Peniston hat beim ATP-Tour-500-Turnier im Londoner Queen´s Club überraschend das Viertelfinale erreicht. Parallelen zum Champion von ´s-Hertogenbosch, Tim van Rijthoven, gibt es durchaus.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.06.2022, 22:24 Uhr

Ryan Peniston spielt heute um das Halbfinale im Queen´s Club
© Instagram / Cinch Championships
Ryan Peniston spielt heute um das Halbfinale im Queen´s Club

Kurzer Tritt auf die Euphoriebremse: Weder Casper Ruud noch Francisco Cerundolo gehen als ausgewiesene Rasenexperten durch, dass sich Ryan Peniston, mit einer Wildcard ins 32er-Raster im Londoner Queen´s Club gekommen, in diesen beiden Partien durchsetzen könnte, war nicht komplett undenkbar. Andererseits: Hat Ruud nicht gerade erst das Endspiel in Roland Garros bestritten? Hat Cerundolo nicht in Miami einen bemerkenswerten Lauf hingelegt? Und gleichen sich nicht eh langsam alle Beläge an?

Über diese Fragen wird Peniston, 26 Jahre alt und noch die Nummer 160 der ATP-Charts, nicht weiter nachdenken. Das Erreichen des Viertelfinales beim ATP-Tour-500-Event im Londoner Queen´s Club ist mit ganz großem Abstand sein bestes Ergebnis auf der ATp-Tour, normalerweise treibt sich der Brite auf Challenger-Ebene herum. Da gab es zuletzt auch zwei Viertelfinali auf Rasen, zunächst in Surbiton (Niederlage gegen Otto Virtannen) und in Nottingham, wo Peniston gegen Alexei Popyrin verlor.

Cilic gegen Berrettini als sicherer Tipp

Das hat ja schon was von Tim van Rijthoven, der vergangene Woche sensationell als Lokalmatador beim ATP-Tour-250-Turnier in ´s-Hertogenbosch den Titel holen konnte. Beide nicht mehr ganz jung, beide ohne Erwatungen ud Druck in den Wettkampf gegangen, beide von den jeweiligen Gegnern wohl auch ein wenig unterschätzt. Andererseits hat van Rijthoven am Sonntag die vielleicht einmalige Chance ja auch couragiert am Schopf gepackt - und Daniil Medvedev in zwei glatten Sätzen demontiert.

Kann Ryan Peniston das auch schaffen? Wer einen sicheren Tipp schätzt, wird wohl ein Endspiel zwischen Marin Cilic, einem ausgewiesenen Queen´s-Spezialisten, und Matteo Berrettini vorhersagen. Und wahrscheinlich wird auch die nächste Hürde für Peniston schon zu hoch werden - es geht gegen Filip Krajinovic. Aber das hat man ja vergangene Woche bei Tim van Rijthoven in ´s-Hertogenbosch auch gedacht.

Peniston hat schon sehr früh lernen müssen, dass es wichtigere Dinge als den Sport gibt: Im Alter von einem Jahr musste ihm ein Krebstumor entfernt werden, wie er der Website der ATP Tour erzählte. Er könne sich zwar nicht mehr erinnern, habe seine Eltern aber im Laufe der letzten Jahre immer wieder darum gebeten, ihm von dieser für alle schwierigen Zeit zu erzählen. "Ich glaube, dass es großartig wäre, wenn jedes andere Kind oder jede andere Familie, die so etwas mitmachen, einen Funken Hoffnung daraus ziehen könnten, wenn sie sehen, was möglich ist."

Hier das Einzel-Tableau im Queen´s Club

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