ATP Tel Aviv: Dominic Thiem - Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Dominic Thiem musste sich beim ATP-250-Turnier in Tel Aviv in der zweiten Runde verabschieden, die knappe Niederlage gegen Marin Cilic darf aber durchaus Grund zur Hoffnung sein.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 29.09.2022, 12:06 Uhr

Dominic Thiem nähert sich seiner Topform mit kleinen Schritten
© GEPA pictures
Dominic Thiem nähert sich seiner Topform mit kleinen Schritten

Hätte, ja hätte Marin Cilic beim Stand von 6:7 (6), 6:2, 2:3 und 30:40 aus seiner Sicht nicht ein Ass ausgepackt, wer weiß, ob Dominic Thiem den Centre Court in Tel Aviv nicht als Sieger verlassen hätte. Doch der Kroate tat eben das, was ein Weltklassemann in einer Drucksituation tut und befreite sich staubtrocken aus der Bredouille. Wenige Minuten später durfte sich der US-Open-Sieger des Jahres 2014 an seinem 34. Geburtstag vom israelischen Publikum feiern lassen.

Während Cilic also im On-Court-Interview von einem "fantastischen" und "erstaunlichen" Match sprach, befand sich Thiem längst in den Katakomben. Und wird selbstredend enttäuscht gewesen sein. Mit ein paar Tagen Abstand wird aber wohl auch der Österreicher erkennen, dass er sich auf einem guten Weg befindet.

Thiems Vorhand richtet zu wenig Schaden an

Denn gegen Cilic zeigte Thiem die bislang wohl beste Leistung seit seiner Rückkehr auf die Tour. Rückhand, Aufschlag und Beinarbeit funktionierten im Achtelfinale von Tel Aviv beinahe wie in alten Tagen, einzig die Vorhand lässt derzeit noch einige Wünsche offen. Und hier liegt auch das große Problem des Niederösterreichers: Die Vorhand ist seit jeher der Schlag, mit dem Thiem am meisten Schaden anrichten kann.

Seit seiner Handgelenksverletzung fehlen Thiem bei der Vorhand jedoch ein paar Prozentpunkte, die auf Weltklasseniveau naturgemäß den entscheidenden Unterschied ausmachen. Es ist davon auszugehen, dass dem Trainerteam rund um Nicolas Massu dies längst aufgefallen ist und in der Off-Season daran gearbeitet werden wird.

Thiem peilt Top-100-Rückkehr an

Bevor die laufende Spielzeit endet, verfolgt Thiem allerdings noch ein großes Ziel: die Rückkehr in die Top 100. Zu Beginn der kommenden Woche wird der 29-Jährige um Weltranglistenposition 160 liegen, am Ende der Saison ist für den Österreich demnach ein starker Schlussspurt nötig, um seinen Ambitionen gerecht zu werden.

Derzeit plant Thiem beim am 16. Oktober beginnenden ATP-250-Event in Antwerpen auf de Tour zurückzukehren, jedoch scheint auch eine kürzere Pause möglich. In der kommenden Woche findet etwa in Astana ein hochkarätig besetztes 500er-Turnier statt. Für eine kurzfristige Teilnahme würde Thiem eine Wildcard benötigen.

Das Einzel-Tableau in Tel Aviv

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