Daniele Bracciali und Potito Starace aus dem Verkehr gezogen

Die Italiener Daniele Bracciali und Potito Starace wurden wegen Spielmanipulationen mit Sperren belegt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.02.2015, 18:22 Uhr

In der an Statistiken so reichen ur-amerikanischen Sportart Baseball finden sich keine belastbaren Daten, die nahelegen würde, dass Pete Rose kein „Hall of Famer“ wäre. Indes: Rose, wegen seiner intensiven Spielweise oft „Charlie Hustle“ gerufen, wird es wohl nie in die Ruhmeshalle in Cooperstown im Bundesstaat New York schaffen. Er hatte auf Baseball-Spiele gewettet, unglücklicherweise wohl auch auf solche, an denen die von ihm gecoachte Mannschaft beteiligt war. Potito Starace und Daniele Bracciali haben hingegen noch keine Großtaten verrichtet, nach denen ihr Einzug in die International Tennis Hall of Fame in Newport, Rhode Island, als zwingende Schlussfolgerung anzunehmen ist. Gemeinsamkeiten mit Pete Rose können die beiden Italiener nun dennoch anmelden.

Wie die ATP vor ein paar Tagen bestätigte, müssen Bracciali und Starace nämlich für eine Zeit lang den Spielbetrieb aussetzen – und darüber hinaus auch noch tief in die Tasche greifen. Grund dafür sind Verfehlungen, die zwar schon ein paar Jahre zurückliegen, aber nun erst sanktioniert wurden. Starace, derzeit die Nummer 171 der Welt, darf für sechs Wochen an keinem Turnier teilnehmen und muss 30.000 US-Dollar berappen. Bracciali, ATP-Nummer 72 im Doppel, wurde für drei Monate gesperrt und muss noch 20.000 US-Dollar draufzahlen. Grund dafür sind Spielmanipulationen, die bei Bracciali schon eine Dekade zurückliegen, bei Starace unwesentlich weniger lang. Verglichen mit Rose sind die beiden allerdings gut ausgestiegen: Der Baseball-Spieler bekam von der Major League Baseball „lebenslänglich“ – und hofft bis heute, dass er wieder zurück in den Sport darf. (Text: jehu)

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14.02.2015, 18:22 Uhr