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Australian Open: 14 Jahre nach Andy Roddick - die große US-Pause geht zu Ende

Geht die große Dürre der US-amerikanischen Männer in Sachen Grand-Slam-Titel am Sonntag zu Ende? Wahrscheinlich nicht. Immerhin aber gibt es erstmals seit Andy Roddick 2009 wieder einen Halbfinalisten aus den USA.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 25.01.2023, 08:49 Uhr

Andy Roddick in Melbourne im Jahr 2009
© Getty Images
Andy Roddick in Melbourne im Jahr 2009

Andy Roddick, das wollen wir nicht vergessen, ist Jahrgang 1982. Und also etwas mehr als ein Jahr jünger als Roger Federer. Seit 2012 allerdings hat Roddick seinen Tennisschläger im Einzel professionell nicht mehr angerührt, was aus vielerlei Gründen ein Jammer ist. Aus Sicht der US-Amerikaner schmerzte es in erster Linie sportlich, für die Weltöffentlichkeit ging aber auch ein Mann verloren, der immer für ein goldenes Zitat gut war. Und immer noch ist als Experte für den Tennis Channel.

Mit dem Halbfinal-Einzug vonTommy Paul geht nun eine Durststrecke zu Ende, die 14 Jahre angedauert hat. Denn 2009 stand mit Andy Roddick letztmals ein US-Amerikaner in der Vorschlussrunde der Australian Open. Roddick startete damals gegen den schwedischen Qualifikanten Björn Rehnquist, gewann anschließend gegen Xavier Malisse, Fabrice Santoro und Tommy Robredo. Der Viertelfinalgegner damals war der Favorit von heute: Novak Djokovic. Der Serbe ging 2009 als Nummer drei in das erste Major des Jahres, Roddick war an Position sieben gesetzt. Der leichte Außenseiter hatte aber den besseren Tag erwischt, in mehrerlei Hinsicht: Roddick gewann nach dem Verlust des ersten Satzes im Tiebreak die beiden folgenden mit 6:4 und 6.2, beim Stand von 1:2 im vierten Durchgang musste Djokovic aufgeben.

Roddick scheitert zweimal an Federer

Im Halbfinale war allerdings auch für Andy Roddick dann Endstation - wieder einmal gegen Roger Federer. Der Maestro gewann mit 6:2, 7:5 und 7:5, nur um dann im Endspiel gegen Rafael Nadal eine seiner bittersten Niederlagen einzustecken.

Roddick, der bei den Australian Open 2003, 2005 und 2007 ebenfalls das Halbfinale erreicht hatte, sollte ein paar Monate später seinen ganz persönlichen Tiefschlag erleben: Im Endspiel von Wimbledon hatte er wieder gegen Federer eine 2:0-Satzführung auf dem Schläger. Musste sich dann aber doch in der Verlängerung des fünften Satzes mit 14:16 geschlagen geben. Näher sollte Andy Roddick nie mehr an einen Grand-Slam-Sieg herankommen.

Was bleibt, ist allerdings der herausragende unter den 32 Einzel-Titeln auf der ATP-Tour: jener bei den US Open 2003. Der natürlich der bis dato letzte eines US-Spielers war. Ob sich das am kommenden Sonntag ändern wird? Da sind Zweifel angebracht. Denn der Viertelfinalgegner Roddicks aus dem Jahr 2009 ist ganz eindeutig auf einer Mission …

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