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Australian Open 2021: Craig Tiley - "Wir brauchen Zusagen von Regierungen und Gesundheitsbehörden"

Nachdem die US-, und French Open einigermaßen zwischenfallsfrei über die Bühne gegangen sind, stehen nun bereits die Australian Open vor der Tür. Um eine möglichst erfolgreiche Austragung zu gewährleisten, wünscht sich Turnierdirektor Craig Tiley Unterstützung von den Behörden. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 15.10.2020, 20:04 Uhr

Vor so vielen Zuschauern wird bei den Australian Open 2021 jedenfalls nicht gespielt werden
Vor so vielen Zuschauern wird bei den Australian Open 2021 jedenfalls nicht gespielt werden

Ein Turnier, eine Großveranstaltung, ein Event zu Zeiten von COVID-19 zu organisieren, dies zählt wohl zu den anspruchsvollsten Aufgaben, die es im Eventmanagment in diesen Tagen zu bewältigen gibt. Selbiges gilt natürlich auch für den Tennissport, der Ende August diesen Jahres wieder seinen Betrieb aufgenommen hat. Während selbstverständlich die Gesundheit der Spieler und deren Entourage allerhöchste Priorität hat, muss natürlich auch an die Wirtschaftlichkeit dieser Events gedacht werden. 

Folgerichtig ist es ganz im Interesse der Veranstalter, vor möglichst vielen Zuschauern austragen zu können. Was bei den US Open und French Open eher mittelprächtig funktioniert hat, soll beim kommenden Grand Slam, den Australian Open, wesentlich näher an die Normalität herankommen. Mit rund 25% Zuschauerkapazitäten plant man in diesen Tagen in Down Under - denn die Zuschauer selbst sind zumindest aktuell nicht das größte Problem, mit dem sich die Veranstalter konfrontiert sehen. 

Vielmehr sind es die restriktiven Einreisebeschränkungen für den gesamten Kontinent, die dem Team rund um Turnierdirektor Craig Tiley zu denken geben. Konkret geht es um die verpflichtende zweiwöchige Quarantäne für jeden Einreisenden, die Tiley gerne aufgehoben sehen möchte. "Man kann von den Spielern nicht verlangen, dass sie für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden und dann rausgehen und bereit sind, ein Grand Slam zu spielen", so Tiley.

"Kommen in die entscheidende Phase"

Derzeit, so der Australier, werde intensiv mit den verantwortlichen Gremien und Behörden verhandelt. Mit dem Ziel, "eine Quarantäne-Umgebung zu schaffen, in der die Spieler in diesen zwei Wochen zwischen dem Hotel und den Plätzen pendeln können. Wir kommen jetzt in die entscheidende Phase. Wir brauchen die Zusagen der Regierungen und der Gesundheitsbehörden." 

Es sei notwendig, bereits in den nächsten zwei Wochen, spätestens in einem Monat, zu wissen, was möglich sein wird. "Ob die Grenzen aufmachen und wir ein Event über mehrere Städte verteilt veranstalten können. Sollte dies nicht möglich sein, müssen wir alles erneut überdenken", erklärt Tiley. Sollte dies nämlich der Fall sein, so kann der Turnierdirektor des ersten Grand Slams des Jahres nicht ausschließen, dass der ATP Cup und die traditionellen Turniere in Brisbane, Adelaide und Hobart nicht auch in Melbourne ausgetragen werden, wie das bei den US Open mit den Western & Southern Open der Fall war. 

"Derzeit ist alles möglich, es ist alles auf dem Tisch", konstatiert Craig Tiley gegenüber der Canberra Times Dennoch sei der Australier "zuversichtlich", dass die Australian Open wie geplant vom 18. bis zum 31. Januar über die Bühne gehen können. Novak Djokovic wird in Melbourne als Titelverteidiger an den Start gehen, außerdem plant Roger Federer, in Down Under sein Comeback zu feiern. 

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
15.10.2020, 20:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.10.2020, 20:04 Uhr