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Australian Open: Aslan Karatsev - "Habe gezeigt, dass ich mit allen mithalten kann"

Aslan Karatsevs Reise bei den Australian Open ist zu Ende. Schon Minuten nach der Niederlage gegen Novak Djokovic kann der Russe aber mit einem Lächeln auf die vergangenen Tage zurückblicken. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 19.02.2021, 08:23 Uhr

Aslan Karatsev war die Überraschung bei den Australian Open
Aslan Karatsev war die Überraschung bei den Australian Open

Am Ende war es dann eine deutliche Drei-Satz-Niederlage, die das Ausscheiden des Aslan Karatsev bei den Australian Open 2021 besiegeln sollte. Ein Satz, den wohl jeder Tennisfan vor dem Turnier so unterschrieben hätte. Dass dieser Satz aber im Kontext eines Halbfinalduells mit dem achtfachen Champion Novak Djokovic steht, das hätte wohl selbst der glühendste Optimist im Lager des Russen nicht für möglich gehalten. 

Und doch waren die Australian Open 2021 ein Turnier, bei dem dieser 27-jährige Russe Geschichte schreiben sollte. Aus der Qualifikation ins Halbfinale - und das beim Grand-Slam-Debüt: Das hat es bislang noch nie gegeben - und das wird Karatsev wohl so lange niemand mehr nachmachen. Dementsprechend glücklich zeigte sich der Russe auch im Anschluss an sein Ausscheiden gegen Novak Djokovic: "Es waren unglaubliche zwei Wochen für mich. Es war eine unglaubliche Erfahrung, an die ich mich mein ganzes Leben lang erinnern werde." 

Das heutige Match gegen Djokovic werde ihn- trotz der Niederlage - in seiner professionellen Karriere weiterbringen, davon war der Russe in der Pressekonferenz nach seiner Drei-Satz-Niederlage überzeugt. Dass er dabei einen Großteil der Fans hinter sich hatte, sei schlicht und einfach "spektakulär" gewesen, wie Karatsev betont. Dennoch sei es das bei weitem schwierigste Spiel in seiner gut eineinhalb-wöchigen Reise in Down Under gewesen: "Djokovic ist ein unglaublicher Tennisspieler, der einem keine freien Punkte schenkt. In der überwiegenden Mehrheit meiner Aufschlagspiele musste ich ihn von der Grundlinie in eine Rallye", so der Russe. Der Qualitätsunterschied zu Auger-Aliassime, Dimitrov und Schwartzman - die Karatsev allesamt geschlagen hatte - sei "offensichtlich riesengroß", konstatiert der 27-Jährige. 

Karatsev spielt sich in die Top-50

Die zwei Wochen bei den Australian Open sollen für Aslan Karatsev nun auch im Normalbetrieb der ATP-Tour für einen Durchbruch sorgen, davon ist der Russe überzeugt: "In diesen zwei Wochen habe ich gezeigt, dass ich gegen alle Tennisspieler auf der Tour antreten kann und gegen alle mithalten kann. Das wird mir bei den nächsten Turnieren sehr helfen. Ich habe mich auch in meinem Ranking stark verbessert, bin viele Positionen nach oben geklettert und habe mich zum ersten Mal in meiner Karriere unter den Top 50 platziert", bilanziert Karatsev, der kommenden Montag wohl auf Platz 42 der ATP-Charts geführt werden wird.

Den großen Vorteil, aufgrund seines Rankings nicht mehr durch die Qualifikation zu müssen, will der Russe nun jedenfalls kräftig ausnutzen. In den kommenden Wochen stehen Start in Doha, Dubai und Miami auf dem Programm. "Ich möchte das im Jahr 2021 wunderbar ausnutzen und so viele Turniere wie möglich spielen und diese gute Dynamik der Ergebnisse und des Spiels ausnutzen", erklärt Karatsev, der die Australian Open trotz Halbfinalaus so beendet, wie es sich für einen Senkrechtstarter, wie er es war, gehört: Mit einem Lächeln auf den Lippen.

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von Michael Rothschädl

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19.02.2021, 11:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.02.2021, 08:23 Uhr

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