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Australian Open: Daniil Medvedev - Im Stile von Novak Djokovic ins Halbfinale

Daniil Medvedev zog seinen Kopf im Australian-Open-Viertelfinale gegen Felix Auger-Aliassime gerade noch aus der Schlinge - und erinnerte dabei an den 20-fachen Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 26.01.2022, 16:04 Uhr

Daniil Medvedev wehrte gegen Felix Auger-Aliassime einen Matchball ab
© Getty Images
Daniil Medvedev wehrte gegen Felix Auger-Aliassime einen Matchball ab

Topfavorit Daniil Medvedev hat nach wie vor die Chance auf seinen zweiten Major-Sieg in Folge: Im Viertelfinale der Australian Open musste der 25-Jährige jedoch all seine Klasse auf den Platz bringen, um ein Aus gegen Felix Auger-Aliassime abzuwenden. Der Kanadier fand beim Stand von 5:4 im vierten Satz einen Matchball vor, Medvedev wusste diesen jedoch mit einem Servicewinner abzuwehren - und ging rund 75 Minuten später selbst als 6:7 (4), 3:6, 7:6 (2), 7:5 und 6:4-Sieger vom Platz.

Er habe "keine Ahnung" wie er die Partie drehen konnte, gab Medvedev im On-Court-Interview zu Protokoll. Etwas Anleihe nach sich der Russe nach dem 0:2-Satzrückstand aber beim aktuellen Weltranglistenersten Novak Djokovic: "Ich habe mich dann gefragt, was Novak jetzt tun würde."  "Oder Rafa oder Roger", fügte der amtierende US-Open-Champion angesichts einiger Buhrufe aus dem Publikum hinzu.

Medvedev in Satz fünf abgebrühter

Konkret bedeutete das für Medvedev nach dem verkorksten Start ins Match: "Ich dachte mir: Okay, ich werde bis zum letzten Punkt kämpfen." Das tat der 25-Jährige auch, im letzten Satz allein wehrte er alle sechs Breakbälle seines groß aufspielenden Kontrahenten ab. Medvedev nutzte hingegen seine einzige Möglichkeit. 

Nicht nur an dieser Statistik zeigt sich, dass Medvedev in den wichtigen Phasen der Partie letztlich abgeklärter als Auger-Aliassime agierte. Eine Fähigkeit, die in den vergangenen Jahren vor allem Djokokic ausgezeichnet hatte. Auf Hartplatz befindet sich Medvedev mittlerweile bereits auf dem gleichen Level wie der Serbe - und auch in mentaler Hinsicht nähert sich der Russe dem Branchenprimus allmählich an.

Auger-Aliassime verlässt Australien erhobenen Hauptes

Im Halbfinale bekommt es Medvedev nun mit Stefanos Tsitsipas zu tun. Gegen den Griechen führt der Weltranglistenzweite im direkten Vergleich mit 6:2, in Melbourne trafen die beiden schon im vergangenen Jahr aufeinander. Mit dem deutlich besseren Ende für Medvedev. 

Während Medvedevs Traum also weiterhin am Leben ist, musste Auger-Aliassime die wohl bitterste Niederlage seiner noch jungen Karriere einstecken. Allzu viel wollte sich der 21-Jährige aber nicht vorwerfen: "Ich wünschte, ich könnte zurückgehen und es ändern, aber ich kann es nicht. Ich habe es bereits akzeptiert. Ich betrachte das Ganze sehr positiv. Ich werde Australien erhobenen Hauptes verlassen und mit dem Wissen in den Rest der Saison gehen, dass ich gegen die besten Spieler der Welt gut spielen kann."

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26.01.2022, 16:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.01.2022, 16:04 Uhr

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