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Australian Open: Daniil Medvedev sorgt für denkwürdige Pressekonferenz

Daniil Medvedev sorgte nach seiner Finalniederlage bei den Australian Open für eine denkwürdige Pressekonferenz - und sparte in dieser nicht mit Kritik am Publikum.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 30.01.2022, 18:49 Uhr

Daniil Medvedev ließ seinem Frust freien Lauf
© Getty Images
Daniil Medvedev ließ seinem Frust freien Lauf

Für gewöhnlich fällt das anfängliche Statement zahlreicher Tennisspieler bei den Pressekonferenzen recht spärlich aus - insbesondere dann, wenn diese noch eine bittere Niederlage zu verarbeiten haben. Daniil Medvedev entschied sich im Anschluss an der Australian-Open-Finale gegen Rafael Nadal aber für einen etwas anderen Weg - und erzählte knappe fünf Minuten lang über die Anfänge seiner Tenniskarriere.

Die Quintessenz von Medvedevs Vortrag? "Das Kind hat heute aufgehört zu träumen." Obwohl er in den folgenden Fragen zunächst nicht darauf eingehen wollte, wurde schnell klar: Der Weltranglistenzweite aus Moskau war vom Verhalten der Zuschauer schwer enttäuscht - und gab dies letztlich auch zu.

Medvedev denkt um

"Das ist enttäuschend, das ist respektlos", meinte Medvedev insbesondere in Bezug auf Jubelausbrüche einiger Zuschauer zwischen den beiden Aufschlägen. "Es wird schwieriger, mit dem Tennissport weiterzumachen, wenn es so ist", ergänzte der 25-Jährige. Von nun an werde er nur mehr für sich, seine Familie und seine Freunde spielen.

Die Gründe für die ungleiche Verteilung auf den Zuschauerrängen sah Medvedev auch in seiner Herkunft. Das Publikum würde sich seiner Wahrnehmung nach des Öfteren gegen russische Spieler stellen. Daher werde er in Zukunft wieder vermehrt in seiner Heimat antreten: "Wenn es einmal ein Hartplatz-Turnier in Moskau gibt, vor Roland Garros oder Wimbledon, dann spiele ich dort, selbst wenn ich deswegen Wimbledon oder Roland Garros verpasse."

Medvedev gratuliert fair

Wie lange er noch auf den Plätzen dieser Welt zu sehen sein werde, ließ Medvedev indes offen: "Ich weiß nicht, ob ich über meinen 30. Geburtstag hinaus spielen werde." 

Gleichzeitig präsentierte sich der Weltranglistenzweite, der mit einem Sieg im Februar aller Vorasussicht nach an Novak Djokovic vobeigezogen wäre, als äußerst fairer Verlierer: "Was Rafa heute geleistet hat, ist unglaublich." Daher würde er dem verpassten Sieg auch nicht allzu sehr nachtrauern.

Hier das Einzel-Tableau bei den Australian Open

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von Nikolaus Fink

Sonntag
30.01.2022, 19:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.01.2022, 18:49 Uhr

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