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Australian Open: Dominic Thiem fordert den "König von Australien"

Auf Dominic Thiem wartet im Finale der Australian Open mit Novak Djokovic die wohl größtmögliche Herausforderung. Der Serbe konnte bislang all seine sieben Endspiele in Melbourne für sich entscheiden.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 01.02.2020, 20:19 Uhr

Novak Djokovic und Dominic Thiem in Melbourne
© Getty Images
Novak Djokovic und Dominic Thiem

Ein Schritt fehlt Dominic Thiem noch zu seinem ersten Grand-Slam-Triumph. Doch wie auch schon bei seinen ersten beiden Anläufen in Roland Garros trifft der Österreicher auf jenen Mann, der das Turnier seit geraumer Zeit beherrscht und bis dato noch keine Finalniederlage hinnehmen musste.

War es in Paris noch Rafael Nadal, der Thiem den ersten Major-Sieg verwehrte, stellt ihm sich in Melbourne Novak Djokovic gegenüber. Der Serbe konnte die Australian Open bislang sieben Mal für sich entscheiden und verlor dabei noch kein einziges Endspiel - auf Thiem wartet also erneut eine Mammutaufgabe.

Thiem fühlt sich bereit

"Es ist natürlich nicht ganz so extrem, aber was Nadal in Paris ist, ist Djokovic hier. Er spielt hier immer in absoluter Topform", so Thiem über seinen Finalgegner. "Novak ist der König von Australien", ist sich der Weltranglistenfünfte der Schwere der Aufgabe bewusst.

Ich habe das Gefühl, dass ich mein Level sehr gut halten kann.

Dominic Thiem

Doch anders als noch bei seinem ersten Grand-Slam-Finale vor knapp zwei Jahren fühlt sich Thiem diesmal für den großen Wurf bereit: "Im ersten Paris-Finale war ich definitiv nicht bereit dafür. Da habe ich erst gemerkt, wie lange die zwei Wochen sind. Da war ich eigentlich chancenlos. Aber jetzt mit der Erfahrung habe ich es gut gemacht, die Problemchen in den ersten Runden überstanden und ich habe das Gefühl, dass ich mein Level sehr gut halten kann für zwei Wochen. Ob es im Endeffekt reicht, liegt sowohl an mir als auch an Djokovic."

Eines ist klar: Thiem wird einen absoluten Traumtag benötigen, um den serbischen Weltranglistenzweiten in die Knie zu zwingen. Bislang gab Djokovic im gesamten Turnierverlauf nur einen Satz ab, zudem kommt der 32-Jährige in den Genuss eines zusätzlichen freien Tages. "Bei Null fangen wir nicht an, das ist klar", weiß auch Thiem um dieses zusätzliches Handicap.

Thiem mit guten Erinnerungen an Djokovic

"Sicher geht Djokovic wahrscheinlich ausgeruhter in die Partie rein, aber mit der ganzen Anspannung, der Freude und dem Adrenalin, glaube ich, dass ich das körperlich gut angehen kann am Sonntag", ist der 26-jährige Lichtenwörther dennoch guter Dinge, sein bestes Tennis auf den Platz bringen zu können.

Ich muss am oberen Limit spielen.

Dominic Thiem

In der jüngsten Vergangenheit funktionierte dies für Thiem gegen Djokovic ohnehin ausgezeichnet. Der Österreicher gewann vier der letzten fünf Partien, darunter auch ein episches Match bei den ATP Finals. "Ich muss am oberen Limit spielen, dass ich eine Chance habe, ähnlich wie in London", so Thiem.

Bei den Siegen gegen Rafael Nadal und Alexander Zverev spielte Thiem am oberen Limit, am Sonntag wird es eventuell sogar einer weiteren Leistungssteigerung bedürfen. So sollen für den Niederösterreicher am 2. Februar 2020 aller guten Dinge drei werden: "Ich will am Sonntag den letzten Schritt gehen."

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von Nikolaus Fink

Samstag
01.02.2020, 08:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.02.2020, 20:19 Uhr

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