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Australian Open: Frustrierte US-Hoffnungsträger - aber Zukunft scheint rosig

Für Sebastian Korda und Jessica Pegula kam in Melbourne das Aus. Dennoch scheinen die Aussichten im US-Tennis rosig.

von SID
zuletzt bearbeitet: 24.01.2023, 19:13 Uhr

© Getty Images
Sebastian Korda musste verletzungsbedingt im Viertelfinale der Australian Open augeben

Sebastian Korda schlich frustriert aus der Rod Laver Arena, und auch Jessica Pegula packte nach dem Ende ihrer Titelhoffnungen bitter enttäuscht ihre Sachen. Es war ein deprimierender Viertelfinal-Tag für die Hoffnungsträger des aufblühenden US-Tennis bei den Australian Open. Die Zukunftsaussichten der einst so erfolgsverwöhnten Tennis-Nation erscheinen dennoch rosig.

"Mit der Gruppe, die wir haben, können wir in naher Zukunft wirklich gut abschneiden", sagte Korda, als seine Träume in Melbourne zerplatzt waren. Der 22-Jährige konnte seine Halbfinalchance gegen den Russen Karen Khachanov nicht ergreifen, beim Stand von 6:7 (5), 3:6, 0:3 gab er aufgrund von Handgelenkproblemen auf.

Pegula nervt fünfte Viertelfinal-Niederlage

Zehn Männer aus den Vereinigten Staaten werden nach dem Ende des Turniers zu den Top 50 der Weltrangliste gehören, neun davon 25 Jahre alt oder jünger. Und aus dem Duell zwischen Tommy Paul und Newcomer Ben Shelton (ca. 04.30 Uhr Uhr/Eurosport) wird auf jeden Fall in Melbourne noch ein Halbfinalist hervorgehen - der erste aus den USA seit Andy Roddick 2009. Präsident Dietloff von Arnim vom Deutschen Tennis Bund (DTB) kündigte im SID-Gespräch bereits an, mal genauer auf den Aufschwung der Amerikaner blicken zu wollen.

Die US-Frauen werden zu neunt in den Top 50 vertreten sein und von Pegula angeführt werden, die am Dienstag aber erst einmal frustriert war. "Es nervt", sagte die Tochter des Milliardärs Terrence Pegula nach ihrer schon fünften Viertelfinal-Niederlage bei Grand Slams, diesmal unterlag sie der zweimaligen Turniersiegerin Victoria Azarenka aus Belarus klar 4:6, 1:6. Für Azarenka bedeutet der Erfolg, dass sie die Heimkehr zu Sohn Leo aufschieben muss. "Er möchte mich wieder zu Hause haben, und heute hat auch mein Hund Geburtstag", sagte die 33-Jährige.

Rybakina noch nicht im Zentrum der Wahrnehmung

Um den Finaleinzug spielt sie gegen Elena Rybakina aus Kasachstan, die trotz ihres Wimbledon-Triumphs im vergangenen Sommer noch immer nicht die ganz große Wahrnehmung erfährt. Rybakina setzte sich in einem Duell zweier Grand-Slam-Siegerinnen gegen die Lettin Jelena Ostapenko 6:2, 6:4 durch. Ins Turnier war sie auf dem recht abgelegenen Platz 13 gestartet und hatte erst bei ihrem Achtelfinalerfolg gegen die Weltranglistenerste Iga Swiatek in diesem Jahr in der Rod Laver Arena aufgeschlagen. "Es ist nicht so wichtig, auf welchem Platz man das Turnier beginnt, sondern auf welchem Platz man das Turnier beendet", sagte sie.

Am Mittwoch greift dann Novak Djokovic wieder ein und duelliert sich mit Andrey Rublev (9:30 Uhr/ServusTV und Eurosport) um ein Halbfinalticket. Der 35 Jahre alte Serbe zieht eine gute Portion "Kraft und Motivation" aus den Diskussionen um seine Oberschenkelverletzung. "Nur meine Verletzungen werden in Frage gestellt. Wenn andere Spieler verletzt sind, dann sind sie die Opfer", sagte Djokovic: "Aber wenn ich es bin, täusche ich es vor."

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