Australian Open: "Habe keine Worte" - Lorenzo Musetti spricht vom härtesten Moment seiner Karriere

Aus dem Traum wurde ein Albtraum: Lorenzo Musetti wurde auf dem Weg in sein erstes Australian-Open-Halbfinale jäh von einer Verletzung gestoppt. Dementsprechend niedergeschlagen war der Italiener nach seiner Aufgabe gegen Novak Djokovic.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 11:58 Uhr

Lorenzo Musetti erlebte am Mittwoch eine große Enttäuschung
© Getty Images
Lorenzo Musetti erlebte am Mittwoch eine große Enttäuschung

Rund eineinhalb Stunden lang spielte Lorenzo Musetti in der Rod Laver Arena gegen Novak Djokovic das nahezu perfekte Match. Doch dann trat beim Weltranglistenfünften plötzlich eine Oberschenkelverletzung zu Tage, die ihn beim Stand von 6:4, 6:3 und 1:3 zur Aufgabe zwang. Begonnen hatten die Probleme bereits Anfang des zweiten Satzes, ließ Musetti bei der anschließenden Pressekonferenz wissen.

“Ich habe gespürt, dass etwas in meinem rechten Bein komisch war”, meinte der sichtlich niedergeschlagene Italiener. Die Schmerzen seien mit Fortdauer des Matches immer größer geworden und hätten nach Djokovics Medical Timeout - der Serbe musste sich aufgrund einer Blase am rechten Fuß behandeln lassen - ihren Höhepunkt erreicht.

Musetti geht von Riss im Adduktorenbereich aus

Eine Erklärung für den Ursprung der Probleme habe er nicht, so Musetti: “Ich habe keine Worte, um zu beschreiben, wie ich mich gerade fühle und wie hart diese Verletzung für mich in diesem Moment ist.” Er sei sich aufgrund seiner Erfahrung sicher, dass es sich um einen Riss im Bereich der Adduktoren handle. Untersuchungen wird Musetti, der angesichts der Umstände “definitiv” vom härtesten Moment seiner Karriere sprach, nach seiner Rückkehr nach Europa machen.

Djokovic darf nach dem Halbfinaleinzug indes weiter von seinem 25. Major-Titel träumen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll, außer, dass er mir sehr leidtut. Er war der deutlich bessere Spieler, ich war schon auf dem Heimweg heute Nacht", sagte der langjährige Weltranglistenerste auf dem Platz. "So etwas passiert im Sport. Aber wenn du im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers 2:0 vorne liegst und alles unter Kontrolle hast, dann ist das extrem unglücklich."

Djokovic wird “doppelt so viel beten”

Djokovic durfte sich nach dem verletzungsbedingten Aus von Jakub Mensik bereits zum zweiten Mal in Folge nicht über fehlendes Glück beschweren. “Ich werde heute Abend auf jeden Fall doppelt so viel beten und Gott dafür danken, dass er mir diese Chance noch einmal gegeben hat”, war sich dessen auch der 38-Jährige bewusst. 

Im Halbfinale gegen Jannik Sinner muss sich Djokovic jedenfalls gehörig steigern. “Hoffentlich kann ich für dieses Match mein bestes Niveau abrufen. Das werde ich mindestens brauchen, um eine Chance zu haben”, sagte der 24-fache Major-Champion in seiner Pressekonferenz. “Heute habe ich nicht annähernd mein Bestlevel erreicht. Das muss ich ändern.”

Das Einzel-Tableau in Melbourne

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