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Australian Open: Mats Wilander kritisiert Dominic Thiems Einstellung bei Sieg gegen Alex Bolt

Der Schwede Mats Wilander kritisierte bei „Game, Schett und Mats“ auf Eurosport  die Einstellung von Dominic Thiem bei dessen Zittersieg über den Australier Alex Bolt in der zweiten Runde der Australian Open.

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 23.01.2020, 20:38 Uhr

Das Zweitrundenduell zwischen Dominic Thiem und Alex Bolt hat einmal mehr gezeigt, wie schnell im Tennis ein Spiel kippen kann. Nach tadelloser Leistung im ersten Satz schickte sich Dominic Thiem an, auch Satz zwei für sich zu entscheiden. Bis zum Stand von 5:4, Aufschlag Thiem, sah sein australischer Kontrahent wenig Land.

Völlig überraschend war es also, dass der Österreicher das Rebreak hinnehmen musste. Überraschend war es anscheinend auch für Dominic Thiem, der plötzlich komplett den Faden verlor. Vier Games en suite für Alex Bolt später stand es aus dem Nichts 1:1 in Sätzen. Doch Thiem fing sich und war auch in Satz drei einem Break deutlich näher, musste bei 5:4 und 6:5 aber hinnehmen, dass der Australier insgesamt fünf Breakchancen abwehren konnte. Im anschließenden Tiebreak war es dann aber abermals Alex Bolt, der das Spiel an sich riss und folgerichtig mit 2:1 in Sätzen in Führung ging – völlig gegen den Spielverlauf.

Was sind die Gründe für die Auf und Abs bei Dominic Thiem? 

Wenn es bei Thiem dann aber rannte – wie in Satz vier und fünf – so stand Alex Bolt auf verlorenem Posten. Lediglich drei Games konnte der Australier noch gewinnen, war von einem Matchgewinn trotz 2:1-Satzführung meilenweit entfernt. Was nun die Gründe für diese Auf und Abs im Spiel des Österreichers sind, wird wohl auch Dominic Thiem plus Betreuerteam zu denken geben.

Der Eurosport-Experte und die ehemalige Nummer eins, Mats Wilander, sieht den Grund dafür in der Einstellung des Österreichers: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen ihm und Rafa, Roger und Novak, weil du kannst nicht wirklich sagen, ob sie gut oder schlecht spielen, wenn du nur ihre Haltung siehst. Bei Dominic Thiem siehst du sofort, dass er unglücklich mit seinem Tennis ist, wenn er beginnt, schlecht zu spielen“, sagte der Schwede bei Game, Schett und Mats auf Eurosport.

Eine Frage der Einstellung? 

Es sei etwas, das Thiem ändern müsse. „Denn das ist der Grund, wieso er in der ersten Runde in Wimbledon und bei den US Open verloren hat“, führte Wilander weiter aus. „Seine Einstellung muss konstanter werden.“ Weiters glaubt Wilander, dass es auf der Tour mehr Spieler gäbe, gegen die sich Thiem schwer tut, als es Spieler gibt, gegen die sich die Big-Three schwer tun würden. „Bei Dominic gibt es da ein offensichtliches „Oh ja, das wird ein schwieriges Spiel“. Wie wirst du das los? Mit einer konstanteren Einstellung während des ganzen Matches.“

Auch Dominic Thiems Landsfrau Barbara Schett äußerte in diesem Setting ihre Besorgnis über die Konstanz des Österreichers: „Er ist die Nummer fünf der Welt, aber in manchen Matches spielt er, als könnte er gegen jemanden mit dem Ranking 150 oder 200 verlieren“, erklärte die Österreicherin.

Dominic Thiem wird diese Kritik indes relativ wenig interessieren, befindet sich der Österreicher doch bereits in der Vorbereitung für sein Drittrundenmatch, welches am Samstag über die Bühne gehen wird. Gegen den aufschlagstarken Taylor Fritz trifft Thiem hier wieder auf einen Spieler, der dem Österreicher vom Spielstil eher weniger liegt. Wie könnte Dominic Thiem die Kritiker also besser vom Gegenteil überzeugen, als mit einem Triumph über den US-Amerikaner?

Das Drittrundenduell von Dominic Thiem und Taylor Fritz gibt es live auf ServusTV zu sehen.

Hier findet ihr das gesamte Tableau der Australian Open.

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zuletzt bearbeitet: 23.01.2020, 20:38 Uhr

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