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Australian Open: Thiem, Ivanisevic, Muguruza - das haben wir gelernt

14 Tage Grand-Slam-Tennis liegen nach den Australian Open 2020 hinter uns - und wie immer hat das Gipfeltreffen der Elite ein paar neue Erkenntnisse gebracht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.02.2020, 10:21 Uhr

Der König von Melbourne mit seinem achten Siegerpokal
© Getty Images
Der König von Melbourne mit seinem achten Siegerpokal

Erkenntnis 1: Die Setzliste wird überbewertet

Roger Federer hat am Ende des vergangenen Tennisjahres in London gemeint, dass es für ihn komplett pari ist, ob er bei einem Major unter den besten Vier gesetzt ist oder nicht. Wenn er in Form ist, spielt er unabhängig von seiner Weltranglisten-Position um den Titel mit. Wolfgang Thiem hat vor Beginn der Australian Open gegenüber tennisnet Ähnliches gesagt: Dass Daniil Medvedev seinen Sohn Dominic mit den guten Auftritten beim ATP Cup quasi in das Viertel von Rafael Nadal gedrängt hat, war kein großes Thema im Team. Und siehe da: Dominic Thiem hat sich der großen Herausforderung eben schon früher gestellt. Und diese grandios bewältigt.

Erkenntnis 2: Auch Novak Djokovic ist flexibel

Dass Rafael Nadal strikte Rituale pflegt, ist weithin bekannt. Aber auch Novak Djokovic gilt als Gewohnheitstier. Wenn der Serbe mit seinen Coaches also beschließt, dass sich Marian Vajda um die ersten beiden Majors und Goran Ivanisevic um Wimbledon und die US Open kümmern soll, dann glauben wir Nole das natürlich. Am Ende hat aber dann doch auch Goran in der Box des Rekordsiegers von Melbourne seinen Platz gefunden. Und durfte den achten Triumph mitfeiern.

Erkenntnis 3: Erfahrung schützt vor Nervenflattern nicht

Was haben wir uns um die Aufschläge von Alexander Zverev Sorgen gemacht nach dessen Problemen beim ATP Cup in Brisbane. Und dann hat die Deutsche Nummer eins mit ganz wenigen Ausnahmen serviert, als hätte es die Doppelfehler-Orgien nie gegeben. In dieser Hinsicht ist dann eher Garbine Muguruza in die Bresche gesprungen. Wer gedacht hätte, dass sich die Erfahrung einer zweimaligen Major-Siegerin gegen eine Novizin wie Sofia Kenin im Finale durchsetzen würde, nun, der/die hat nichts aus den jüngsten Grand-Slam-Turnieren gelernt. Die Art und Weise aber, wie Muguruza die Nerven geflattert haben, war schon bemerkenswert: Ihren Aufschlag hat sie fast durchgehend mit einem abschließenden Doppelfehler abgegeben, wie auch dann das gesamte Finale.

Erkenntnis 4: Es gibt zwei unterschiedliche Turniere

Nun, das ist nicht neu, gerade in Australien. Da gibt es mittlerweile drei überdachte Courts, die dort angesetzten SpielerInnen haben nicht nur Planungssicherheit. Sondern auch gleichmäßigere Bedingungen. Und langsamere. Was in diesem Jahr besonders auffällig war: die Temperaturunterschiede und die Halbwertzeit der Bälle. Untertags flogen die Kugeln im Melbourne Park in der Regel sehr munter über die Plätze, abends wurde es zäh. Und spätestens beim dritten Spiel wurden auch die neuen Bälle schwer wie Backsteine.

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Dienstag
04.02.2020, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.02.2020, 10:21 Uhr

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