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Carlos Moya über Rafael Nadal: "Er ist ein Überlebenskünstler"

Rafael Nadal hat bei den Australian Open seinen 21. Grand-Slam-Titel gewinnen können. Coach Carlos Moya hat für die jüngsten Leistungen seines Schützlings nichts als Respekt über. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 03.02.2022, 19:23 Uhr

Rafael Nadal jubelte nach seinem Australian-Open-Sieg erst einmal mit seinem Team
Rafael Nadal jubelte nach seinem Australian-Open-Sieg erst einmal mit seinem Team

Die Entourage eines Spielers zählt zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im Tennissport. So sparen die weltbesten Athleten selten mit Danksagung an jene Herren, die einige Meter neben dem Platz von der Box aus das Spielgeschehen mehr oder weniger passiv verfolgen. Wie wichtig sein Team für Rafael Nadal ist, das zeigten die Momente nach dem verwandelten Matchball im Australian-Open-Finale, die Momente nach Grand-Slam-Titel Nummer 21, eindrucksvoll. Sekundenlang lagen sich der Spanier und sein Team in Armen, ehe es für Nadal wieder zurück auf den Platz ging. 

Ein wesentlicher Teil dieser Entourage: Langzeittrainer Carlos Moya. Der nach dem Triumph des Mallorquiners insbesondere auf die durchaus suboptimale Vorbereitung auf das Major-Event in Down Under zu sprechen kommt: "Es ist klar, dass wir vor Saisonbeginn nicht die beste Vorbereitung hatten", sagte der Übungsleiter. "Er war während des Turniers kurz davor zu verlieren, aber er hat immer weiter gekämpft, er ist ein Überlebenskünstler, er findet immer einen Weg, um zurückzukommen."

Sand für Nadals Fuß am besten

Nun, als mittelfristiges Ziel, hat der Trainer bereits die French Open ins Auge gefasst. Jenes Turnier, das Nadal in den vergangenen Jahren so dominiert hatte, wie kein anderer Spieler jemals zuvor. Aus gutem Grund, wie Moya erklärt: "In der Vergangenheit war er immer ein besserer Spieler auf Sand, da sein Fuß auf diesem Belag am wenigsten leidet." Dennoch werde man jetzt erst einmal Woche für Woche sehen, zumal die Reaktion der langwierigen Fußverletzung des 21-fachen Major-Siegers auch noch abzuwarten sei. 

Auch, wenn Rafael Nadal das Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel seit seinem jüngsten Triumph anführt, will man sich im Team Nadal auf diesen Fakt nicht versteifen, wie Moya gegenüber der französischen L´Equipé betont: "Dieser Titel bedeutet, einen Grand Slam zu gewinnen, egal ob es die Nummer 21, die Nummer 25 oder die Nummer 30 ist. Was Rafa will, ist konkurrenzfähig zu sein, gesund zu bleiben." 

Team Nadal hält wenig von GOAT-Debatte

Die reine Anzahl an gewonnen Majors, sie also keineswegs ein Antrieb für seinen Schützling: "Dann werden wir sehen, ob er am Ende 25 oder wie viele Grand-Slam-Turniere errungen hat. Im Moment konzentriert er sich darauf, das Beste aus sich herauszuholen." Dementsprechend wenig will man im Lager des 35-Jährigen auch von der GOAT-Debatte wissen, jener Debatte, in der es darum geht, den größten Tennisspieler aller Zeiten zu küren.

"Man kann nie einen Spieler mit einem anderen vergleichen, ich sehe diese Debatte eher als etwas für die Fans", so Carlos Moya. "Im Moment will Rafa nur, dass er sich weiter verbessert und weiterentwickelt, um noch viele Jahre lang bei den Grand Slams mitspielen zu können", was dann aber doch auch wie eine Kampfansage in Richtung der ewigen Bestenliste an Grand-Slam-Siegen klingt. 

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