Challenger Augsburg: Kopp und Sanchez-Martinez scheitern im Halbfinale

Beim ATP-Challenger-Turnier in Augsburg mussten sich der Deutsche Benito Sanchez-Martinez und der Österreicher Sandro Kopp jeweils im Halbfinale geschlagen geben. 

von PM
zuletzt bearbeitet: 28.08.2026, 19:58 Uhr

Sandro Kopp ist in Augsburg im Halbfinale ausgeschieden
© Moritz Pajonk
Sandro Kopp ist in Augsburg im Halbfinale ausgeschieden

Mena triumphiert im Matchball-Krimi gegen Sanchez-Martinez

Auf dem Centre Court im Siebentischwald wurde der Halbfinaltag von Benito Sanchez-Martinez (ATP-Nr. 1244) eröffnet. Dabei galt es für den Berliner die deutsche Fahne hochzuhalten, schließlich konnte sein argentinischer Gegner Facundo Mena (ATP-Nr. 345) mit dem Münchner Max Rehberg, Kai Wehnelt aus Berlin und dem Bückeburger Daniel Masur bereits drei DTB-Spieler aus dem Turnier nehmen.

Und erneut sollte sich der 33-jährige Mena als unangenehmer Gegner erweisen, zeigte sich früh als Rückschläger präsent und konnte sich die ersten beiden Break-Möglichkeiten der Partie erspielen. Doch der 24-jährige Sanchez-Martinez konnte sich mit starken Aufschlägen und mutig gespielten Bällen im Spiel halten und sich beim Stand von 5:4 erstmals bei Service seines Gegners zeigen. In einem Marathon-Spiel erkämpfte sich der ehemalige College-Spieler mehrere Satzbälle und konnte bei seiner fünften Möglichkeit zugreifen. Mit dem Momentum im Rücken wirkte der Qualifikant weiterhin am Drücker, ehe der Regen einsetzte und die Partie beim Stand von 2:2 für eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. Bei der Wiederaufnahme schien die Pause seinem Gegner etwas besser in die Karten gespielt zu haben, der sich gleich das Break sichern und den Satzgleichstand sicher durchservieren konnte.

Im dritten Durchgang fand Sanchez-Martinez wieder zu seinen geradlinigen und druckvollen Schlägen und konnte dem argentinischen Sandplatz-Spezialisten durchgängig Paroli bieten. Nachdem beide Protagonisten jeweils zwei Breakchancen nicht nutzen konnten, musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Dort wackelte erst der DTB-Spieler, als er zwei Aufschläge in Folge zum 1:4-Rückstand abgeben musste. Aber auch Mena hatte mit den Nerven zu kämpfen und ließ seinen Gegner noch einmal zurückkommen. Beim Stand von 6:5 hatte Sanchez-Martinez Matchball, den er aber im längsten Ballwechsel der Partie nicht verwerten konnte, woraufhin er seinem Gegenüber nach zwei weiteren abgebebenen Punkten zum 4:6, 6:4, 7:6 (6)-Erfolg gratulieren musste.

Im On-Court-Interview kommentierte zufriedene Sieger: „In einer spannenden Partie mit tollen Ballwechseln waren beide Spieler im entscheidenden Tiebreak etwas ängstlich und haben bei eigenem Aufschlag gewackelt. Beim Matchball von Benito habe ich alles reingelegt und bis zum Schluss gekämpft. Dadurch konnte ich anschließend das Match auf meine Seite ziehen und freue mich natürlich unfassbar auf mein erstes Challenger-Finale in diesem Jahr.“ Etwas schmunzelnd ergänzte er: „Zwar werde ich im Endspiel keinen deutschen Gegner haben, dennoch freue ich mich riesig, dass ich wie die letzten Tage auch mein letztes Match im Turnier auf diesem tollen Centre Court bestreiten darf.“

Cretu hat Kopp im Griff

Nach einer weiteren Regenunterbrechung sah sich der Tiroler Sandro Kopp (ATP-Nr. 292) im zweiten Halbfinale dem Möller-Bezwinger Cezar Cretu (ATP-Nr. 289) gegenüber. Nachdem der 25-jährige Cretu im ersten Aufschlagspiel seines Gegners noch eine Break-Möglichkeit auslassen musste, fand auch der 26-jährige Kopp bei eigenem Service seinen Rhythmus. Doch beim Stand von 4:3 erspielte sich der Rumäne mit einem spektakulären Smash die nächste Breakchance und packte diesmal konsequent zu. Beim Ausservieren wackelte der an Position 5 gesetzte Cretu noch etwas, konnte aber bei seinem achten Satzball den Sack zumachen.

Im zweiten Satz waren beide Spieler weiterhin darauf aus, nach starkem Service mit der Vorhand zum Erfolg zu kommen. Erneut konnte sich Cretu mehrere Breakchancen erarbeiten und bei seiner sechsten Möglichkeit dem an Nr. 8 gelisteten Kopp das Service vorentscheidend abnehmen. Bei erneut einsetzendem Regen war dann der Widerstand des Österreichers endgültig gebrochen, wodurch Cretu bei eigenem Service ohne Punktverlust den 6:3, 7:5-Erfolg nach 1:39 Stunden eintüten konnte.

von PM

Freitag
28.08.2026, 19:57 Uhr
zuletzt bearbeitet: 28.08.2026, 19:58 Uhr