Challenger Hamburg: Möller greift am Rothenbaum nach dem Titel
Lokalmatador Marvin Möller hat beim Challenger in Hamburg das Endspiel erreicht.
von PM
zuletzt bearbeitet:
15.08.2026, 19:35 Uhr

Der Rothenbaum steht Kopf: Marvin Möller (ATP-Nr. 319) hat den Sprung ins Finale des Hamburg Ladies & Gents Cup geschafft. Im Halbfinale am Samstag setzte sich der Lokalmatador gegen Matej Dodig (ATP-Nr. 257) aus Kroatien mit 6:2, 6:4 durch und spielt damit erstmals um einen Titel in seiner Heimatstadt.
Vor gut besuchten Rängen auf dem Center Court nahm Möller seinem Gegenüber drei Mal den Aufschlag ab und verließ nach einer Stunde und 27 Minuten als Sieger den Platz. „Wie bereits in meiner vorherigen Begegnung bin ich gut ins Match gestartet, habe souveräne Aufschlagsspiele gehabt und konnte somit am Ende gewinnen“, kommentierte Möller seine Partie im Anschluss.
Dabei genoss er auch die Unterstützung des Heimpublikums: „Es ist natürlich sehr schön, gerade hier in Hamburg auf diesem Court spielen zu können. Toll, dass so viele Leute gekommen sind. Dazu vor Freunden und Familie zu spielen, ist immer etwas Besonderes.“ „Es ist natürlich sehr schön gerade hier in Hamburg auf diesem Court spielen zu können. Toll, dass so viele Leute gekommen sind. Dazu vor Freunden und Familie zu spielen ist immer etwas Besonderes.“
Kumstat bremst Pucinelli de Almeida aus
Vor heimischem Publikum geht es für Möller am Sonntag nun um die Krönung einer starken Turnierwoche. Er trifft auf den tschechischen Qualifikanten Jan Kumstat (ATP-Nr. 336), der in seiner Halbfinalbegegnung den Brasilianer Matheus Pucinelli de Almeida (ATP-Nr. 277) nach hartem Kampf und über zwei Stunden Spielzeit mit 6:4, 5:7, 6:2 niederrang.
„Ich habe einen guten Start im ersten sowie im dritten Satz gehabt“, sagt Kumstad im Anschluss an seinen 11. Matchgewinn in Folge. Der 19-jährige aus Prostejov gilt als eines der größten Talente seines Landes. Er war die Nummer drei der Juniorenweltrangliste und gewann 2025 an der Seite des US-Amerikaners Maxwell Exsted das Doppelturnier der Juniorenkonkurrenz der Australian Open. Auch auf dem Pro Circuit läuft es für Kumstat gerade glänzend. Erst in diesem Monat gewann er im heimischen Liberec seinen ersten Titel auf der ATP Challenger Tour. Was macht ihn so stark auf dem Platz? „Der Aufschlag“, antwortet der knapp zwei Meter große Teenager bestimmt und ergänzt: „Ich fühle mich aber auch auf der Vorhand als auch auf der Rückhand gleich wohl gut.“
Zweimal haben Kumstat und Möller auf der ITF World Tennis Tour gegeneinander gespielt, beide Male mit dem besseren Ende für den Tschechen. Entsprechend freut sich Kumstat auf ein weiteres Duell mit dem Hamburger. Möller könnte ebenfalls seinen zweiten ATP Challenger-Titel feiern, nachdem er in dieser Saison bereits im französischen Troyes erfolgreich war. „Zu Turnierbeginn nimmt man sich immer viel vor. Wenn man nun im Finale steht, möchte man es natürlich auch gewinnen“, zeigte sich Möller kämpferisch.
Kalender/Serdarusic triumphieren im Doppel
Im Doppel haben Admir Kalender und Nino Serdarusic ihren Erfolgslauf in Deutschland fortgesetzt. Das an Nummer drei gesetzte Team aus Kroatien, welches bereits in der vergangenen Woche in Hagen den Titel holte, gewann das Finale gegen die deutsche Wildcard-Paarung Niels McDonald und Jannik Opitz mit 6:3, 6:4.
„Wir waren wohl das erfahrene Team, das bereits öfter zusammen auf dem Platz stand“, erklärte Serdarusic den Schlüssel zum Erfolg. „Wir spielen bereits die letzten Monate sehr gut und sind gut auf dem Court aufeinander abgestimmt.“ Es war der insgesamt dritte gemeinsame Titelgewinn für die beiden Kroaten, die mit einem Siegerscheck in Höhe von 4.540 Euro und 75 ATP-Weltranglistenpunkten belohnt werden. „Die Chemie zwischen uns stimmt einfach“, fügte Kalender hinzu. „Außerdem haben wir viele Freunde in Deutschland und fühlen uns hier immer wohl. Es war auch eine tolle Erfahrung auf dem wunderbaren Center Court das Endspiel bestreiten zu können.“
Siskova und McAdoo erreichen Damenendspiel
Bei den Damen haben unterdessen Anna Siskova (WTA-Nr. 234) und die US-Amerikanische Qualifikantin Rasheeda McAdoo (WTA-Nr. 536) den Einzug ins Finale verbucht. Siskova, die Nummer drei der Setzliste beim ITF World Tennis Tour W50 Turnier, besiegte im Eiltempo und nur 69 Minuten Spielzeit die spanische Qualifikantin Ruth Roura Llaverias (WTA-Nr. 666) 6:0, 6:3.
„Ich habe heute einfach mein Spiel gemacht und wenig Fehler produziert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Match heute“, gab sich Siskova im Anschluss an die Begegnung zufrieden. Die 25-jährige war bisher besonders im Doppel erfolgreich. Im rumänischen Cluj gewann sie ihren ersten Titel auf der WTA Tour und stand in diesem Jahr im Viertelfinale von Wimbledon. „Das war meine bisher beste Erfahrung auf der Tour. Ich mag die Tradition, die weiße Kleidung und den Rasen – das ist etwas sehr Spezielles.“ Im Einzel gewann sie bisher acht Titel auf der ITF World Tennis Tour, ihren letzten in dieser Saison beim W15 Event in Sharm-El-Sheikh, Ägypten. „Eigentlich spiele ich lieber im Einzel und darauf möchte ich auch meinen Fokus setzen“, verriet Siskova, deren Mutter bereits als Profi auf der Tour unterwegs war.
Beim Hamburg Ladies & Gents Cup steht sie nun vor dem größten Erfolg im Einzel. Am Sonntag trifft sie auf McAdoo, die mit 7:5, 6:3 über die usbekische Qualifikantin Laima Vladson (WTA-Nr. 684) erfolgreich war. Den Doppeltitel bei den Damen gewannen die Japanerinnen Momoko Kobori und Ayano Shimizu. Sie besiegten Valeriya Strakhova aus der Ukraine und die Russin Anastasia Tikhonov 6:4, 6:2 in einer Stunde und 21 Minuten. Der Showdown des Hamburg Ladies & Gents Cup beginnt am Rothenbaum am Sonntag um 11 Uhr mit dem Damenfinale. Das Herrenendspiel startet nicht vor 13 Uhr. Der Eintritt ist
