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Craig Tiley räumt mit Berichten über Djokovic-Brief auf: "Unfaire Kritik"

Craig Tiley hat im Interview mit Fox Sports verraten, wie sich die Geschichte rund um die angebliche Liste mit Forderung von Novak Djokovic wirklich zugetragen hat. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 27.02.2021, 21:17 Uhr

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Craig Tiley stellt sich hinter Novak Djokovic
Craig Tiley stellt sich hinter Novak Djokovic

Es war der erste ganz große Aufreger des Tennisjahres 2021. Und das obwohl in diesen Tagen gar kein Tennis gespielt wurde. Bei der Anreise nach Down Under, wo vergangene Woche ein mehrwöchiger Stopp des Trosses der ATP-Tour zu Ende gegangen ist, wurden in den Flügen positive COVID-19-Fälle bekannt. Alle Insaßen mussten folgerichtig in eine "harte Quarantäne", durften ihr Hotelzimmer für zwei Wochen nicht verlassen. 

Eine perfekte Vorbereitung für ein kräftezährendes Grand-Slam-Turnier sieht klarerweise anders aus. Das weiß auch Novak Djokovic, der sich prompt an Turnierdirektor Craig Tiley wandte, um über mögliche Maßnahmen zu verhandeln, die den betroffenen Akteuren zumindest etwas Komfort in der schwierigen Situation bieten sollte. Wie von vielen Seiten anfangs berichtet wurde, soll es sich dabei um eine Liste mit "Forderungen" vonseiten des Branchenprimus gehandelt haben. 

Tatsächlich habe dies sich aber ganz anders zugetragen, wie Craig Tiley nun gegenüber Fox Sports verraten hat: "Hinter den Kulissen schickte er mir eine WhatsApp-Nachricht, als sie in Adelaide ihr Quarantäneprogramm durchführten, und er hatte einen Haufen Vorschläge, um zu versuchen, den 72 Athleten zu helfen, die hier in der isolierten Quarantäne waren. Die Hälfte davon war nicht praktikabel und würde nicht erlaubt werden und die andere Hälfte war möglich", erklärte der Chef von Tennis Australia. 

Tiley von Djokovic begeistert

Dies habe dann offenbar jemand von der ATP oder aus seinem Team "geleakt" - was laut Tiley zu dieser schiefen Optik führte: "Es sah so aus, als hätte er eine Liste mit Forderungen geschickt, was wahrscheinlich eine unfaire Kritik an ihm war, da wir einen offenen Dialog führten", so Tiley, der sich durchaus begeistert von dem Engagement des Weltranglistenersten und Seriensiegers bei den Australian Open zeigt. 

"Hinter den Kulissen sind meine Gespräche mit ihm immer sehr gut gewesen. Ich muss zugeben, dass ich ihn in diesem Jahr so gut fand wie noch nie, obwohl es eine stressige Zeit war und er eine Menge Schläge von Leuten einstecken musste", erklärte Tiley. "Ich denke, dass er in vielerlei Hinsicht einfach versucht, anderen zu helfen und manchmal einfach nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt, um das zu tun. Am Ende des Tages ist er ein bemerkenswerter Athlet."

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