Daniel Merida: So schnell kann es im Tennis manchmal gehen

Daniel Merida hat das Tennisjahr 2026 außerhalb der Top 150 der ATP-Charts begonnen. Jetzt steht der Spanier im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Montreal.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 10.08.2026, 09:43 Uhr

Daniel Merida spielt eine ausgezeichnete Saison 2026
© Getty Images
Daniel Merida spielt eine ausgezeichnete Saison 2026

Daniel Merida ist ambitioniert in die Saison 2026 eingestiegen, nämlich gleich mit einer Teilnahme an den Australian Open. Als Nummer 164 der Welt musste der Spanier allerdings in die Qualifikation, verlor dort in Runde zwei gegen Lukas Klein. Und begab sich danach wieder in sein damals natürliches Habitat: die ATP-Challenger-Tour. 

Was überhaupt nicht gegen Merida spricht, irgendwie müssen die ATP-Punkte ja gesammelt werden. Und das ist Merida mit dem Sieg beim ersten von zwei Events auf Teneriffa ganz ordentlich gelungen. Es folgten Versuche auf der ATP-Tour wie auch ein paar Teilnahmen im Challenger-Zirkus, ehe Daniel Merida in Bukarest aufschlug - und als Qualifikant bis ins Finale kam, das er aber gegen Mariano Navone verlor. 

Merida im Live-Ranking schon auf Platz 40  

Aber die Szene war damit über die Ankunft Meridas in Kenntnis gesetzt, den Einzug in die Top 100 fixierte der 21-Jährige mit der erfolgreichen Qualifikation für das Masters in Madrid und einem anschließenden Erstrundensieg gegen Corentin Moutet. Und so war es dann gar nicht mehr so überraschend, dass Merida in Umag sein erstes Championat bei einem 250er-Event holen konnte. Und dabei nur im Endspiel gegen Damir Dzumhur einen Satz abgab. 

Dass Daniel Merida nun aber in Montreal auch schon im Viertelfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers steht (und dort per se gegen Learner Tien keine schlechten Aussichten hat), damit war nun nicht zu rechnen. Geschenkt hat Merida den Platz unter den letzten acht indes nicht bekommen - schließlich musste er etwa Udo Humbert oder Alex Michelsen aus dem Weg räumen.  Und auch Tallon Griekspoor, der ja gleich in Runde zwei Alexander Zverev bezwingen konnte. 

Der Lohn dafür lässt sich im Live-Ranking ablesen: Denn da steht Daniel Merida schon auf Platz 40. Acht Monate, nachdem er noch tief in den dreistelligen Rängen verwurzelt war. So schnell kann es manchmal gehen. 

Hier das Einzel-Tableau in Montreal
 

von Jens Huiber

Montag
10.08.2026, 17:22 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.08.2026, 09:43 Uhr