Daniil Medvedev: Nachhilfestunde bei Andy Roddick?

Daniil Medvedevs Disqualifikation war letztlich unnötig - hätte “Meddy” doch nur auf Andy Roddick gehört!

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 07.10.2026, 10:38 Uhr

Daniil Medvedev
© Getty Images
Daniil Medvedev

Daniil Medvedev wusste recht schnell, was die Stunde geschlagen hatte nach seinem Zuschauertreffer. Der gute Mohamed Lahyani hatte hierbei auch wenig Entscheidungsfreiheit. 

Und “Meddy” zeigte sich einsichtig. Er wolle versuchen, mit dem verletzten Zuschauer Kontakt aufzunehmen und sich zu entschuldigen - wenn der das wolle. Außerdem, so verkündete Medvedev, habe er gar nicht den Ball in Richtung Zuschauer schießen, sondern ihn vielmehr ins Spielfeld bugsieren wollen, nachdem er von der Bande abgeprallt war. Nun, warum dafür eine recht ausführliche Schlagbewegung nötig gewesen sein soll, es bleibt Medvedevs Geheimnis. Andererseits sehen bei ihm diverse Kunststückchen auf dem Tennisplatz oft ungelenk aus. 

Die Disqualifikation letztlich: war alternativlos. Was auch Andy Roddick so sah.

“Ich sage immer: Es ist egal, ob du deinen Schuh triffst, deinen Schläger zerstörst - sobald ein Fan im Spiel ist, war's das", erklärte er in seinem Served-Podcast. Roddick stellte auch heraus, dass es völlig egal sei, wo man wen treffe. Nur an der Schulter (ohne anschließende Disqualifikation)? Oder am Auge (und dann eben doch)? Nix. 

Andy Roddick und sein legendäres Tutorial

Generell sollte man ja mehr auf Andy Roddick hören, und womöglich lohnt sich in diesem Zusammenhang auch ein altes Tutorial der Ex-Nummer 1 in Sachen “Wut rauslassen”. Roddick nämlich hatte vor vier Jahren anschaulich erklärt, wie man, wenn es denn schon unbedingt sein muss, seinen Frust am Schläger auslassen kann, ohne andere zu gefährden. 

Lektion 1: Schläger direkt mit der Schlagfläche auf den Boden donnern - so bleibt er liegen und springt nicht unglücklich auf und weg.

Lektion 2: Wenn man einen Ball weghaue - nach oben!

Sein Tutorial fand damals durchaus Anklang in der Branche. "Was für ein großartiger Mentor!", kommentierte Kim Clijsters lachend. Nur Gattin Brooklyn Decker schien wenig euphorisch: "Ich bin mächtig begeistert, dass unsere Kinder nun wissen, wie man ordnungsgemäß einen Wutanfall auslebt", antwortete sie sarkastisch.

Das bessere Fazit, auch in Sachen Vorbildfunktion und Ressourcenschonung vielleicht: ein Mal tief durchatmen. Hilft oft auch. Und im Zweifel noch ein zweites Mal. 

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Medwedew Daniil

von Florian Goosmann

Mittwoch
07.10.2026, 12:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.10.2026, 10:38 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Medwedew Daniil