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Der Maestro im Januar 2023: Ski, Paddle und kein bisschen Wehmut

Während seine (Ex-)Kollegen in Australien um den ersten Grand-Salm-Titel des Jahres kämpfen, genießt Roger Federer das, was er während seiner Karriere zuletzt gar nicht genießen konnte: Schnee und Skifahren im Januar – sowie eine Runde Paddle Tennis.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.01.2023, 07:29 Uhr

Wenn man in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, gehört Schnee und Skisport genauso zur DNA wie Käse und Schokolade. So weit das Klischee. Aber hinter jedem Klischee verbirgt sich ja meist zumindest auch ein Körnchen Wahrheit. Und Roger Federer scheint dieses Klischee in den letzten Jahren sehr vermisst zu haben. So sieht es zumindest auf seinem Instagram-Kanal aus. Dort meldete sich der Schweizer zu Wort und postete ein Video, das ihn bei einigen Schwüngen in einem Winterwunderland zeigt. 

Unter dem Video schrieb er: "Es ist fünfzehn Jahre her, es fühlt sich so gut an, zurück auf den Pisten zu sein".  Versehen mit dem Hashtag #newbeginning. Als Music wählte er zu seinem Post den Song "Anti-Hero" von US-Superstar Taylor Swift. Unter dem Video finden sich auch schon alsbald berühmte Kommentatoren und Kommentatorinnen ein. So schreibt Ski-Legende Lindsey Vonn, dass Skifahren wie Radfahren sei – richtig verlernt man es nie. Und der Schweizer Skifahrer Beat Feuz bot ihm gleich einen Platz im Schweizer Abfahrtsteam an, nachdem er selber vergangenen Samstag zurückgetreten ist.

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Während seine (Ex-)Kollegen in Australien schwitzen, lässt es sich der Tennis-Rentner Federer gut gehen. Auch neue Sportarten probiert er dabei aus. Erst vor wenigen Wochen ist ein Video im Internet zu sehen gewesen, das den Schweizer beim Paddle Tennis zeigt. Damals griff er in Dubai zum Schläger, gemeinsam mit seinem langjährigen Trainer und Freund Severein Lüthi stand er da bei deutlich wärmeren Temperaturen auf dem Court. Von Sehnsucht nach dem Turnier Down Under keine Spur.

Endlich das machen, worauf man Lust hat

Beobachtet man Roger Federer in den letzten Wochen, scheint er die Tennis-Tour so rein gar nicht zu vermissen. Er genießt die Dinge, die er früher nicht machen konnte oder wollte. Von seiner Ski-Leidenschaft hatte Federer, der im Herbst 2022 beim Laver Cup sein letztes Match bestritten hat, bereits während seiner Karriere oft geschwärmt, sich aber als viel zu schnellen Fahrer beschrieben. Zudem seien seine Knie den Druck der Skischuhe nicht gewöhnt. Da habe er lieber verzichtet. 

Nun muss Roger Federer auf nichts mehr verzichten. Nicht auf eine schnelle Abfahrt auf der Piste. Nicht auf ein Paddle-Match in Dubai. Gar nicht mal so schlecht das Leben als Tennis-Rentner.

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Dienstag
24.01.2023, 09:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.01.2023, 07:29 Uhr