Dominika Cibulkova: "Viele hielten mich für zu klein für das große Tennis"

Dominika Cibulkova verspürt Genugtuung, denn die 1,61 Meter kleine Slowakin musste sich in ihrer Jugend immer wieder den gleichen Satz anhören: "Du bist doch zu klein, um professionell Tennis spielen zu können."

von Ulrike Weinrich
zuletzt bearbeitet: 30.11.2018, 15:49 Uhr

© getty
Dominika Cibulkova

Angelique Kerber hat die Stärken der Dominika Cibulkova im letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres zu spüren bekommen. Bei den US Open unterlag die Wimbledonsiegerin der 29-Jährigen in der dritten Runde mit 6:3, 3:6, 3:6. Cibulkova kämpfte, erlief fast jeden Ball und schlug Kerber quasi mit ihren eigenen Waffen.

"Wenn ich etwas will, erreiche ich es auch"

Dabei hatten nur wenige der Weltranglisten-25. überhaupt den Sprung ins Profilager zugetraut. "Als ich jung war, haben mir eine Menge Leute gesagt, dass ich zu klein bin, um professionell Tennis spielen zu können", verriet die frühere Nummer vier Cibulkova in einer WTA-Dokumentation und fügte nicht ohne Stolz an: "Wenn ich etwas in meinem Leben will, dann erreiche ich es auch." Die Japanerin Misaki Doi ist mit 1,59 m übrigens noch zwei Zentimeter kleiner als "Domi".

2016 hatte sie das WTA-Finale in Singapur gewonnen - übrigens im Endspiel gegen Kerber, der nach einer Traumsaison mit zwei Grand-Slam-Titeln und der olympischen Silbermedaille von Rio die Kräfte fehlten. "Die harte Arbeit, alles, was ich investiert habe, hat sich damals ausgezahlt", meinte Cibulkova über den Triumph in Singapur. 2014 hatte sie das Australian-Open-Finale gegen die Chinesin Li Na verloren.

In der Doku verriet ihr Vater Milan: "Wenn sie auf dem Platz steht, gibt sich immer 100 oder auch 110 Prozent." Zusammen mit ihm war Cibulkova früh schon nach Bratislava gezogen, um in der Akademie "Tenisovy Klub Slovan" trainieren zu können. Ihre Mutter kam erst mit Verzögerung nach.

"Domi" als Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Cibulkova, die in der Off Season zu Dreharbeiten für einen Film über Ikone Li Na in China weilte, spürt zwei Persönlichkeiten in sich: "Wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Auf den Court gehe ich ungeschminkt. Da ist es mir auch egal, wie ich aussehe. Außerhalb des Platzes liebe ich es, Makeup zu tragen und mich chic zu machen. Ich mag Mode", erklärte sie.

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