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Elina Svitolina - Olympia und das liebe Geld

Olympische Spiele ja oder nein - diese Frage wird schon in den Monaten zuvor entschieden. Mit der Teilnahme an den Mannschafts-Wettbewerben der ITF.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.12.2019, 09:07 Uhr

Elina Svitolina würde ein Fed-Cup-Start gut zu Gesicht stehen
© Getty Images
Elina Svitolina würde ein Fed-Cup-Start gut zu Gesicht stehen

Die Startplätze bei Olympia sind auch bei den Teilnehmer der Tennis-Wettbewerbe heiß begehrt. Mit wenigen Ausnahmen: Dominic Thiem etwa schenkt sich einen Auftritt in Tokio 2020, der Österreicher möchte erst vier Jahre später in Paris um olympisches Edelmetall kämpfen. Die Voraussetzungen dafür hätte Thiem aber auch für Tokio erfüllt. Er liegt solide im Spitzenfeld der ATP-Weltrangliste und, noch wichtiger, hat in jüngerer Vergangenheit für Österreich im Davis Cup gespielt.

Vergeben werden die Startkarten nämlich vom Weltverband ITF. Und der besteht auf Auftritten bei seinen großen Mannschaftswettkämpfen, dem Davis Cup und dem Fed Cup. Das könnte für Elina Svitolina nun zum Problem werden. Die Ukrainerin, die das Tennisjahr 2019 auf Platz sechs der WTA-Weltrangliste abgeschlossen hat, liegt nämlich im Clinch mit ihrem Verband. Der Grund dafür ist das liebe Geld. Zumindest, wenn man der Version des ukrainischen Verbandspräsidenten Yevgeny Zhukin traut.

Svitolina fehlt ein Fed-Cup-Match

Der nämlich erklärte gegenüber dem Portal btu.org.ua, dass man sich vor der Saison 2019 mit Svitolina auf eine Vergütung für deren Auftritte im Fed Cup geeinigt hätte. Kurz vor der ersten Partie des Jahres gegen Polen aber hätte sich der Manager Svitolinas gemeldet - und das 2,5-fache der vereinbarten Summe gefordert. Das war dem Verband zu viel, Svitolina spielte nicht. Aus Verletzungsgründen.

Auf die Kontroverse angesprochen sagte die 25-Jährige. „Ja, ich plane in Tokio zu spielen. Und die Situation ist die, dass ich noch ein Fed-Cup-Match brauche. Aber einmal angenommen, unser Verband braucht meine Hilfe nicht, dann gibt es noch andere Möglichkeiten, sich für Olympia zu qualifizieren, nachdem ich immer noch eine Top-Spielerin auf der Frauen-Tour bin.“

Dass sie sich da mal nicht täuscht: Die von der ITF reservierten Wildcards sollte eigentlich Siegerinnen von Grand-Slam-Turnieren vorbehalten bleiben. Davon war Elina Svitolina auch 2019 noch ein wenig entfernt - trotz zweier Halbfinal-Teilnahmen in Wimbledon und bei den US Open. Die Frau aus Odessa sollte also besser im Februar in Estland aufschlagen, wo die ukrainische Mannschaft in der Europa/Afrika-Zone 1antreten muss.

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Sonntag
08.12.2019, 17:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.12.2019, 09:07 Uhr