Fehler und ein "Tweener": Zverev schwitzt und zittert
Alexander Zverev zittert sich beim ATP-Turnier in München zum einem mühevollen Auftaktsieg. Zwei deutsche Youngster scheiden aus, dafür kommt Daniel Altmaier weiter.
von SID
zuletzt bearbeitet:
14.04.2026, 20:11 Uhr

Alexander Zverev schuftete schwer, trotz der kühlen Temperaturen geriet er deshalb ins Schwitzen, und als der Zittersieg endlich vollbracht war, ließ der Titelverteidiger beim ATP-Turnier in München erst mal einen Urschrei los. "Jetzt kanns losgehen", sagte er schließlich erleichtert nach dem nervenaufreibenden 6:3, 3:6, 7:6 (7:2) in seinem Auftaktmatch gegen Miomir Kecmanovic aus Serbien.
Vor dem Achtelfinale gegen Gabriel Diallo aus Kanada kann sich Zverev zunächst einigermaßen entspannt am Mittwoch das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid in der Münchner Arena ansehen. Am Donnerstag, bei seinem nächsten Einsatz auf der Anlage des MTTC Iphitos, soll es es dann deutlich wärmer sein als am Dienstag - was ihm entgegenkommen dürfte auf dem Weg zum vierten Titel in München nach 2017, 2018 und 2025.
Zverev: “In den wichtigsten Momenten mein bestes Tennis gezeigt”
Zverev begann das Match gegen die Nummer 58 der Weltrangliste mit einem Ass, er beendete es nach 2:18 Stunden auch mit einem Ass - doch dazwischen hätte er es nach einem souveränen ersten Satz fast aus der Hand gegeben. "Ich hoffe, dass ich nicht schlechter spielen kann als im zweiten und dritten Satz", sagte er, betonte aber auch: "In den wichtigen Momenten habe ich mein bestes Tennis gezeigt, das ist die Hauptsache."
Im Tiebreak riss Zverev beim Stand von 4:1 das Publikum zudem noch mit einem spektakulären "Tweener" von den Sitzen. Ein Passierschlag von Kecmanonic touchierte die Netzkante - Zverev spielte den Ball durch die Beine zurück. "Das war einfach nur eine Reaktion", berichtete Zverev, "das war kein Showschlag, sondern der einzige Weg, wie ich ihn zurückbringen konnte." Feiern ließ sich der Hamburger dafür ausgiebig.
Altmaier schlägt Cilic
Nach seinem Sandplatz-Auftakt beim Masters in Monte Carlo, wo er beim dritten Turnier in Serie im Halbfinale an Jannik Sinner scheiterte, ist München für den Weltranglistendritten der zweite Härtetest auf seinem Lieblingsbelag auf dem Weg zu den French Open. Das Wetter passte ihm am Dienstag nicht. "Heute ist ein sehr kalter Tag, da ist es schwer, Druck zu machen. Am Ende das Tages bin ich glücklich, dass ich gewonnen habe."
Für zwei deutsche Youngster lief es nicht ganz so gut - obwohl sie sich teuer verkauften. Davis-Cup-Spieler Justin Engel (18), Nummer 184 der Weltrangliste, verlor gegen den 106 Plätze besser klassierten Vit Kopriva aus Tschechien 3:6, 7:5, 2:6. Der gleichaltrige Berliner Diego Dedura unterlag dem an Nummer vier gesetzten Italiener Flavio Cobolli in seinem erst vierten Match auf der ATP-Tour 4:6, 5:7, Marko Topo (Gräfelfing) dem Belgier Zizou Bergs 1:6, 4:6.
Außer Zverev steht von den ursprünglich sechs Deutschen nur Daniel Altmaier im Achtelfinale. Er besiegte den früheren US-Open-Sieger Marin Cilic aus Kroatien 6:2, 6:3.
Hier das Einzel-Tableau in München
