Kei Nishikori und die perfekte Stabübergabe
Kei Nishikori ist im Finale der Qualifikation für die US Open 2026 gescheitert. Aber immerhin gegen einen jungen Landsmann.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
29.08.2026, 12:28 Uhr

Das war es also mit der Grand-Slam-Karriere von Kei Nishikori, vorbehaltlich einer Absagenflut, die den Japaner doch noch als Lucky Loser ins Hauptfeld spült. Damit ist nicht zu rechnen, es ist ja ein Schmerzensgeld von 140.000.- US Dollar für all jene ausgelobt, die sich auch mit leichten Wehwehchen durch die erste Runde der US Open 2026 schleppen.
Nishikori wird Ende der Saison seine Karriere beenden, mal schauen, wie er das Saisonfinale für sich selbst definiert. Ein Abschied beim 500er in Tokio böte sich an, aber vielleicht hat Nishikori ja noch ein bisschen Lust auf Hallentennis in Europa. Dazu bräuchte er aber Wildcards, die er für die US Open 2026 nicht bekommen hat. Weswegen die letzte aktive Grand-Slam-Erinnerung eine Niederlage gegen Rei Sakamoto ist.
Nishikori 2014 im Finale
Das 4:6 und 6:7 (5) gegen seinen jungen Landsmann wird Kei Nishikori sportlich sicherlich schmerzen, atmosphärisch hat diese Niederlage aber etwas von einer perfekten Staffelübergabe: Genau dort, wo Nishikori seinen größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier gefeiert hat - nämlich den Finaleinzug im Jahr 2014 -zieht nun ein anderer Japaner in das Hauptfeld eines Majors ein. Mit einem Sieg über den großen Meister selbst.
Zwar wird es keine Premiere für den 20-jährigen Sakamoto werden, schließlich konnte er sich schon Anfang des Jahres in Australien für das Hauptfeld qualifizieren. Um dann dort ein sehr spannendes Fünf-Satz-Duell gegen Rafael Jodar zu verlieren. Aber dass es nun ausgerechnet Kei Nishikori war, den Rei Sakamoto im Quali-Finale aus dem Weg geräumt hat, das hat schon eine besondere Note.
Hier das Einzel-Tableau der US Open 2026
