Kyrgios unterstützt Moutet-Wahnsinn: "Seid dankbar und genießt die Show!"
Tennis-Rebell Nick Kyrgios macht Tennis-Rebell Corentin Moutet eine Liebeserklärung. Der Australier bezeichnete Moutet als seinen Lieblingsspieler auf der Tour und verteidigt dessen wiederholt fragwürdigen Aktionen.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
24.06.2026, 17:02 Uhr

Die Verbindung zwischen den beiden ist nicht neu. Nick Kyrgios und Corentin Moutet trafen in dieser Rasensaison in Stuttgart aufeinander. Dort feierte der Australier seinen einzigen Sieg auf dem schnellen Belag, ehe Verletzungsprobleme seine kurze Comeback-Phase erneut stoppten. Dabei passt Moutet offenbar perfekt in Kyrgios’ Tennis-Weltbild. Beide stehen für eine Art von Tennis, die polarisiert: spektakuläre Schläge, Emotionen am Limit und ein Auftreten, das nicht immer in das klassische Bild eines Profisportlers passt.
Während Kyrgios seit Jahren zwischen Genie und Wahnsinn pendelt, sorgt auch Moutet mit seiner impulsiven Art regelmäßig für Gesprächsstoff. Für den Australier ist genau das offenbar ein Teil dessen, was Tennis ausmacht. “Die Leuten sollen einfach nur froh sein, dass es Spieler wie Corentin gibt”, sagt Kyrgios. “Was ist euer Problem, Leute? Lehnt euch zurück und genießt einfach die Show!”
F-Wörter und Provokationen
Moutet hatte zuletzt wieder für Aufsehen gesorgt. Nach einem Match-Interview fiel der Franzose mehrfach durch die Verwendung von F-Wörtern auf, obwohl der Interviewer versuchte, ihn zu bremsen. Die Szene verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken und löste erneut Diskussionen über sein Verhalten aus.
www.youtube.com/shorts/gDsHODwMYwo
Zuvor hatte Moutet beim Turnier in Hamburg für einen kuriosen Moment gesorgt. Nach einem Punktgewinn seines Gegners zog er mitten auf dem Platz seine Hose herunter.
www.youtube.com/shorts/gk7CijbfWVM
Zwei Rebellen, eine Botschaft
Kyrgios und Moutet sind zweifellos zwei der auffälligsten Charaktere der ATP-Tour. Beide haben immer wieder bewiesen, dass sie sportlich außergewöhnliche Momente produzieren können, sich aber nicht in ein bestimmtes Schema zwängen lassen wollen. Ihre Botschaft: Nicht jeder Star muss gleich auftreten, nicht jede Persönlichkeit muss angepasst werden. Vorerst geht die Show also wohl weiter.
