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Marian Vajda über Djokovic-Ausweisung: "Konnte nicht schlafen vor Fassungslosigkeit"

Mit einigen Tagen Abstand zur Ausweisung von Novak Djokovic aus Australian hat sich Langzeit-Trainer Marian Vajda zu Wort gemeldet. Mit den internationalen Medien und Australien ist der Slowake dabei hart ins Gericht gegangen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 21.01.2022, 19:01 Uhr

Marian Vajda hat sich zur Posse rund um Novak Djokovic zu Wort gemeldet
Marian Vajda hat sich zur Posse rund um Novak Djokovic zu Wort gemeldet

Trotz tausenden Kilometern Distanz dürften die vergangenen Tagen für Marian Vajda keine einfachen gewesen sein. Der Langzeit-Trainer von Novak Djokovic war Anfang Januar nicht mit nach Australien gereist - musste folglich also die Posse rund um die Einreise des Weltranglistenersten am fünften Kontinent aus der Distanz mitansehen. 

Eine Grenzerfahrung, wie Vajda heute betont: "Ich weiß nicht, wie ich das psychisch ausgehalten hätte, wenn ich selbst dort gewesen wäre. Schon zu Hause in Bratislava konnte ich nicht schlafen vor Fassungslosigkeit, dass so etwas möglich war", sagte der Slowake gegenüber der Zeitung "Sport". Was er gefühlt hätte, als er von Djokovics Ausweisung erfahren habe? "Schock, Schmerz, große Emotion."

Die größten Spuren haben die vergangenen Tage aber zweifelsohne bei seinem Schützling selbst hinterlassen, dieser sei mental heftig getroffen von den Geschehnissen in Down Under. Der 20-fache Major-Sieger sei davon jedenfalls, "psychisch schwer getroffen worden. Das wird ihn noch lange schmerzen und er wird es schwer aus dem Kopf kriegen", sagte Vajda. 

Vajda greift Australien und Medien an 

Nichtdestoweniger werde sich Djokovic von der Abweisung in Australien nicht unterkriegen lassen, Vajda kenne seinen Schützling "gut genug, um zu wissen: Novak ist stark, unerschütterlich und er hat im Tennis noch nicht sein letztes Wort gesprochen", betonte der 56-Jährige. Nach wie vor jagt Djokovic nach dem alleinigen Rekord in Sachen Grand-Slam-Titel. Zusammen mit Roger Federer und Rafael Nadal (jeweils 20) führt er diese Bestenliste an. 

Unklar ist zurzeit, inwieweit eine weiterhin anhaltende Abwehrhaltung gegen die COVID-19-Impfung für den 34-Jährigen nicht zum Stolperstein werden könnte. Mit den French Open und Wimbledon haben auch die kommenden beiden Grand-Slam-Turniere bereits angekündigt, dass die Impfung wohl obligatorisch sein werde, um an den Start gehen zu dürfen. 

Kein gutes Haar ließ Marian Vajda indes an den internationalen Medien und Veranstalter Australien. So sei die Entscheidung gegen den Weltranglistenersten "ein politischer Prozess" gewesen, überhaupt sei die Situation in Australien "total krank und ungerecht, eine direkte Folge der langen Isolation des Landes. Australien zahlt jetzt den Preis für seine Politik der Abschottung und hat trotz seiner strengen Impfpolitik so hohe Infektionszahlen", sagte Vajda. "Aber vor allem waren es die Medien, die die öffentliche Meinung so negativ gegen Novak beeinflusst haben."

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