„Menschiek“ und „van de Zandschluup“ - Wie man im US-TV halt so sagt

Die Expertenriege bei ESPN ist beeindruckend. Die Kenntnis der europäischen Namen nicht immer.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.09.2026, 07:19 Uhr

John McEnroe nimmt es mit manchen Namen nicht ganz so genau
© Getty Images
John McEnroe nimmt es mit manchen Namen nicht ganz so genau

Die Mannschaft, die ESPN als übertragender TV-Sender der US Open 2026 an den Start bringt, kann sich sehen lassen: Die Brüder John und Patrick McEnroe sind schon gelernt, ebenso Ex-Spieler wie James Blake oder Mary Joe Fernandez. Erstmals dabei ist in diesem Jahr Andy Roddick, der jeder Übertragung ein bisschen mehr Pfeffer mitgibt. Die internationale Flanke wird von Caroline Wozniacki und Eugenie Bouchard vertreten. 

Das Interessante ist, dass all diese Experten zwischen den verschiedenen Rollen changieren: Entweder werden auf der Bühne vor dem Arthur Ashe Stadium die Matches analysiert. Oder McEnroe und Co, sind klassisch für den in den USA für die Farbe im Kommentar zuständig - man sagt tatsächlich „Color Commentary“. 

Und genau da kann es bei aller Expertise schon passieren, dass es (vor allem bei europäischen) Namen zu leichten bis größeren Unschärfen kommt. Jakub Mensik etwa wurde am Samstagabend konsequent als „Menschiek“ mit wirklich langem „i“ verkauft, ganz so spricht sich der Tscheche dann nicht aus, wie man auf der Seite der ATP Nachhören kann. 

Besondere Freude hatte John McEnroe aber mit Botic van de Zandschulp, den er mehrmals als „van de Zandschluup“ bezeichnete. Das wird den Niederländer hoffentlich nicht weiter stören, aber es spricht nicht gerade für den US-Altmeister. Zumal van de Zandschulp ja schon ein paar Runden auf der ATP-Tour gedreht hat. 

Aber da hilft es dann wieder, wenn man jemanden wie Andy Roddick am Start hat. Der hat nämlich die Redensart eingeführt, dass jemand „vandezandschulpt“ wird. Was bedeutet, dass ein favorisierter Spieler früh ausscheidet. Denn 2024 hat Botic van de Zandschulp ja in Runde zwei der US Open gegen Carlos Alcaraz gewonnen. Spätestens da hätte John McEnroe auf ihn aufmerksam werden sollen. 

Hier das Einzel-Tableau in Flushing Meadows 


 

von Jens Huiber

Montag
07.09.2026, 09:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.09.2026, 07:19 Uhr